Weitere Hilfsprojekte für Afrika Meppener: Aqua creactiv-Bildungsprogramm kommt gut an

Von Matthias Engelken

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Sie präsentierten das Bildungsprojekt im Kongo: Hermann Gruth (v. l.), Bernhard Gwiasda, Christine Greskamp-Bruns, Heinz-Wolbert Kuiper, Hildegard Hermes-Otten und Helmut Pante. Foto: EngelkenSie präsentierten das Bildungsprojekt im Kongo: Hermann Gruth (v. l.), Bernhard Gwiasda, Christine Greskamp-Bruns, Heinz-Wolbert Kuiper, Hildegard Hermes-Otten und Helmut Pante. Foto: Engelken

Meppen. Positive Zahlen hat jetzt der Vorsitzende des Meppener Hilfevereins aqua creactive, Helmut Pante, Vereinsförderern präsentiert. Dabei übergab er jedem Paten eines Schulkindes im kongolesischen Kilueka ein Glas mit Honig, erzeugt in der erst kürzlich mit Vereinsmitteln errichteten Imkerei.

„Weiterhin positiv entwickelt sich das im vergangenen Jahr gestartete Bildungsprogramm “, erzählte Helmut Pante vor gut 60 Förderern des Vereins im Waldgasthof Röckers in Helte. Er und seine Mitstreiter hatten das Programm ins Leben gerufen. Kinder in Kilueka haben durch Patenschaften die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen.

Seit 2011 betreibt der Meppener Verein in der Demokratischen Republik Kongo, etwa 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Kinshasa, das Projekt. Anfangs sorgten die Mitglieder für sauberes Trinkwasser, unterstützten bei der Brunnenbohrung und sicherten unter anderem mit der Einführung der ursprünglich aus der Himalaja-Region Nordwestindiens stammenden Moringa-Pflanze eine gesunde Ernährung (wir berichteten). Nun jedoch, nachdem die Mitglieder des Vereins auch weitere Projekte wie etwa eine Imkerei in der Region mit finanzieller Unterstützung vieler privater Sponsoren, Vereine und Verbände aus der hiesigen Region, aber auch mithilfe der Bingo-Umweltstiftung auf den Weg gebracht hatten und damit eine Vielzahl an Arbeitsplätzen schafften, kümmert sich der Verein vornehmlich um ein Bildungsprogramm.

Dazu hatte aqua creactive Patenschaften für Schüler vergeben. Gut 180 Euro pro Jahr werden benötigt, um einem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen. 15 hatte der Verein übernommen, weitere 20 private Patenschaften kamen dazu. „Die Unterstützung läuft hervorragend“, erläuterte Pante. Allerdings stehe der Verein nun vor neuen Herausforderungen.

Denn die ersten Schüler, die mithilfe des Vereins eine schulische Ausbildung vor Ort genossen, stünden bald vor dem Sprung in eine weiterführende Schule. Diese sei aber in Kinshasa, Internatskosten kämen zum Schulgeld hinzu. „Wir möchten unsere Schüler auch hier weiter unterstützen, um ihnen die bestmögliche Ausbildung zu garantieren“, erläuterte Pante und warb auch hier für finanzielle Unterstützung.

Schulbildung

Aber der Verein belässt es nicht dabei, lediglich die Kosten für den Aufenthalt an weiterführenden Schulen zu übernehmen, sondern möchte auch vor Ort etwas für die Ausbildung der jungen Menschen tun. So plant der Vorstand den Bau einer Schreinerei, in der zukünftig auch ausgebildet werden soll.

Dazu wurde bereits Kontakt mit dem Hildesheimer Verein „Arbeit und Dritte Welt“ aufgenommen. Der Verein sammelt gebrauchte Werkzeuge und Maschinen über ein Netz von Unterstützern und Unternehmen, arbeitet die Sachspenden in den vereinseigenen Werkstätten auf und stellt sie Initiativen für Selbsthilfevorhaben in Entwicklungsländern zur Verfügung und organisiert zudem den Transport.

„Doch allein die Gerätschaften reichen nicht“, erläuterte der Vorsitzende. In diesem Fall mussten auch noch Stromaggregate angeschafft werden, um die Gerätschaften im Hilfsort auch antreiben zu können – denn Strom ist kaum vorhanden. Zukünftig aber sollen die Mitarbeiter dort nun Möbel, Baumaterial für Überdachungen, aber auch Spielzeug für die Kinder schreinern und nach Möglichkeit gewinnbringend verkaufen.

Gut angelaufen ist die Imkerei. „Der Honig, so bescheinigt man uns, ist einer der besten in der gesamten Region“, freute sich Pante über das Lob aus dem Kongo. Als Zeichen des Dankes für die Unterstützung hatte er jedem Paten eines Schülers ein kleines Gläschen Honig mitbringen lassen.

„Gut 20 Menschen arbeiten derzeit allein in der Imkerei, eine Vergrößerung ist geplant“, sagte Pante. „Wir wollen auch künftig mit Ihrer Unterstützung den Menschen im Kongo helfen, ihr Potenzial zu erkennen und zu entfalten“, meinte Pante. Auch wenn durch den Verein lediglich einem kleinen Teil des afrikanischen Volkes geholfen werde, sei es doch ein Schritt in die richtige Richtung, von dem weitere Orte lernen könnten.

Info auf www.aqua-creactive.de.


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