Treffen ehemaliger Liebfrauenschülerinnen Abiturientia 1968 feiert Wiedersehen in Meppen

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Die ehemaligen Schülerinnen der Liebfrauenschule Meppen, 50 Jahre nach ihrem Abitur. In der mittleren Reihe, ganz links im Bild: Jeanne Moore. Foto: Waltraud WesselsDie ehemaligen Schülerinnen der Liebfrauenschule Meppen, 50 Jahre nach ihrem Abitur. In der mittleren Reihe, ganz links im Bild: Jeanne Moore. Foto: Waltraud Wessels

Meppen. 50 Jahre nach dem Abitur hat sich der Abiturjahrgang 1968 der einstigen Liebfrauenschule, verstärkt durch weitere ehemalige Mitschülerinnen, in Meppen getroffen.

Es war das erste Ehemaligentreffen nach 20 Jahren. „Wer ist wer?“, erklang es so manches Mal, wenn sich langjährige Mitschülerinnen nicht gleich auf den ersten Blick erkannten. Immerhin waren es 33 Liebfrauenschülerinnen, wohnhaft in ganz Deutschland, die sich auf den Weg nach Meppen gemacht hatten.

Mit Abstand die weiteste Anreise hatte eindeutig Jeanne A. Moore, die extra aus Peking angereist war. 1966/67 lebte sie als amerikanische Gastschülerin ein Jahr lang bei der Familie Brinkmann in Twist, besuchte mit ihrer deutschen „Schwester“ Rita die Liebfrauenschule und legte mit ihr zusammen das Mathe-Vorabitur ab. Jeanne arbeitete bis Anfang 2018 für die New York Times in Hongkong und lebt nun mit ihrem chinesischen Ehemann in Peking.

Rundgang durch die Schule

„Das Erzählen im Treffpunkt Parkhotel wollte gar kein Ende nehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Fast jede Teilnehmerin trug mit ihren ganz persönlichen Erinnerungen zum Aufleben der vergangenen Schulzeit bei; hatten doch alle insgesamt drei Direktorinnen, teilweise sogar als Klassenlehrerin, erlebt: Schwester Roswitha, Schwester Modeste und Schwester Cornelie.“

Alle erinnerten sich noch gut an das alte Schulgebäude an der Burgstraße, an ausgelagerte Klassenräume in der Rentei und an den Umzug in den damaligen Neubau am Nagelshof (heute Johannesschule). So durfte ein Rundgang durch das Gebäude der früheren Liebfrauenschule nicht fehlen. „Zumindest die Fußbodenfliesen in der Aula sind gleich geblieben!“, erkannte eine Teilnehmerin.

Hosen einst ein „No-go“

Heiterkeit erregte auch die Bemerkung einer Mitschülerin, dass nach früherem Maßstab nur Jeanne Moore das Schulgebäude hätte betreten dürfen, da sie als einzige den seinerzeit vorgeschriebenen Rock trug. Allen anderen wäre der Zutritt in ihren „unmoralischen“ Hosen verwehrt geblieben. Waren diese doch, in den Augen der Schwestern, ein absolutes „No-go“.

In humorvoller Weise wusste Gästeführerin Waltraud Wessels die interessierten Ehemaligen bei einem Gang durch die Stadt, die einige seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatten, zu fesseln. Ob Rathaus, Gymnasialkirche, Rentei, Marktplatz oder Kuhstraße: Zu jedem Ort hatte sie ein Anekdötchen bereit.

Blick in die Abiklausuren

Groß war die Freude aller Teilnehmerinnen, dass zwei ehemalige Lehrerinnen, Eva Poseck und Erika Seel, der Einladung zum Treffen gefolgt waren und so nach fünf Jahrzehnten mit ihren Schützlingen Wiedersehen feiern konnten. Mitabiturientin Rita Moormann (geb. Brinkmann) sorgte mit der Aushändigung der Abiturklausuren für einen weiteren Höhepunkt des Treffens. Diese hatten über Jahrzehnte auf dem Dachboden der Nachfolgeschule Marianum geschlummert, waren von einer hilfsbereiten Sekretärin ans Tageslicht befördert und an Rita Moormann übergeben worden. Bei der Durchsicht der Matheklausuren waren sich alle einig, dass sie heute keine einzige der Aufgaben mehr würden lösen können. „Mit dem Vorsatz, sich künftig in weit kürzeren Abständen zu treffen, gingen die Ex-Liebfrauenschülerinnen zu mitternächtlicher Stunde heiter gestimmt, aber auch schweren Herzens auseinander.“


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