Wie in alten Zeiten Outsiders feiern Oldie-Party im Meppener Kossehof

Von Gerd Mecklenborg

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Wie in alten Zeiten rockten die sieben Outsiders im Meppener Kossehof ab. Foto: Gerd MecklenborgWie in alten Zeiten rockten die sieben Outsiders im Meppener Kossehof ab. Foto: Gerd Mecklenborg

Meppen. Ordentlich abgerockt worden ist am Samstagabend im Meppener Kossehof auf der Oldieparty, zu der die Band The Outsiders eingeladen hatte. Volle Tanzfläche und knackiger Sound sorgten für allerbeste Stimmung bis tief in die Nacht.

Alter spielte keine Rolle. Im Publikum sah man Musikfans von acht bis 80, denn es war wieder einmal auch ein großes Familientreffen rund um die Meppener Kultband. Die Bandmitglieder Reiner Scheibel (Gitarre), Arnold Bölle (Keyboards), die Brüder Jens und Olaf Markfeld (Olaf an der Leadgitarre, Jens am Bass) sowie das Helmkamp-Trio, die Brüder Hans (Gesang), Fritz (Drums) und Jochen (Gesang und Gitarre), hatten ihre Familien und Fans aus Hannover, Osnabrück, Oldenburg und natürlich Meppen mit in den Kossehof gebracht. Gemeinsam mit den vielen anderen Fans feierte die „Outsiders-Family“ so ein cooles Happening.

Es war in den 1960er- und 1970er-Jahren, als sich die Outsiders – damals in der Besetzung Fritz, Jochen und Hans Helmkamp sowie deren gemeinsamer Freund Eberhard Kleinlosen – zu einer total angesagten Rock-Coverband entwickelten, und das nicht nur im Emsland. Nach vielen erfolgreichen Jahren auf den Bühnen des Rock n‘ Roll gab es dann eine zehnjährige Pause für die Band – und eine Reunion „nach einer geilen privaten Jam-Session“, erinnerten sich die Bandmitglieder in einer „Musiker-Talk-Pause“ auf der Kossehofparty.

Vollgas beim knackigen Sound

Da hatten die sieben Vollblutmucker ihr erstes Set hinter sich und das Auditorium bereits voll im Griff. Die „alten Herren“ haben es noch richtig gut drauf, gaben Vollgas beim knackigen Sound, den Andreas Migura am Mischpult erzeugte. Eingeleitet hatten sie ihren Gig mit einem starken A-cappella-Gesang in Form von „Find The Cost Of Freedom“ aus der Feder von Crosby Stills Nash & Young. Dann ging die Post ab über 1960er Hammer-Nummern wie „Hang On Sloopy“ bis hin zu Kultrockstücken à la „Locomotive Breath“ von Jethro Tull, das auch ohne das legendäre Querflötensolo obergeil rüberkam.

„The House Of The Rising Sun“ wurde in der rockigen Frijid-Pink-Variante auf die Bühne gebracht, und bei „Proud Mary“ gab es die schnelle Ike-&-Tina-Turner-Variante aufs Ohr. Die Helmkamp-Brüder entpuppten sich gesanglich wieder einmal als echte Rockröhren, und Hans, der kommt immer noch sauber in die ganz hohen Tonlagen. Musikalisch und optisch obercool wie immer: die „Markfeld-Brothers“, angetrieben von Scheibels Rhythmusgitarre, dem knackigen Drums von Fritz Helmkamp und dem souveränen Keyboardspiel mit tollen Samplesounds von Andreas Bölle.

Rock-Zeitreise

Auch die nächsten Sets hatten es in sich, da gab es eine komplette Zeitreise in die Rockgeschichte mit Knallern wie „You Really Got Me“ von den Kinks und „Smoke On The Water“ von Deep Purple. Und es gab immer auch was für Romantiker aufs Ohr, etwa bei Joe Cockers „You Are So Beautiful“, mit viel Herz und rauer Stimme vorgetragen, oder beim krönenden Abschluss mit „Hymn“ von Barclay James Harvest, dem ein XXL-Zugabeblock bis in den ganz frühen Sonntagmorgen folgte.


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