Vortrag im Jam Meppener auf Enduro 13000 Kilometer durch Süd- und Osteuropa

Von Heiner Harnack

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Meppen. Innerhalb von zwei Monaten hat es der Meppener Student Ralf Keuter geschafft, mit seinem Motorrad durch verschiedene Länder in Süd- und Osteuropa zu reisen. Im Jugendzentrum Jam berichtete er von seinen Abenteuern auf dem Krad.

Nur 20 Zuhörer hatten sich im Jam eingefunden, um Ralf Keuter zuzuhören. Die, die nicht gekommen waren, verpassten viel Informatives und kleine Anekdoten, die der Meppener unterwegs erlebt hatte.

Keuter hatte Elektrotechnik und Eletroniker für Maschinen und Antriebstechnik studiert, als ihm die Idee kam, mit seiner Maschine auf Reisen zu gehen. Nach dem Studium hatte der Meppener angefangen zu arbeiten, um so seine Reise finanzieren zu können. „Reisen hat mich immer wieder begeistert“, meinte er und präsentierte dem Publikum einen großen Strauß Bilder, die er unterwegs aufgenommen hatte. Mit dem Motorrad sei man einfach flexibler und könne einfach mal irgendwo hineinfahren, was mit dem Pkw schon ungleich schwieriger sei, so Keuter.

Freundlich aufgenommen

Der begeisterte Motorradfahrer erzählte von Menschen in Polen und Ungarn, die ihn unwahrscheinlich freundlich aufgenommen hätten. Am Balaton-See in Ungarn sei er dann unmittelbar in ein Rockfestival geraten, was man als normaler Tourist so einfach nicht erleben würde.

Keuter hatte nur sehr grob geplant, wohin es überhaupt gehen könne. Da er in Osteuropa noch nie gewesen sei, wäre das Argument genug gewesen, einfach dorthin zu fahren. Ralf Keuter tourte meistens alleine durch Europa. „In Slowenien habe ich dann einen Fahrer getroffen, der heute mein Kumpel ist“, berichtet er von der Durchquerung Kroatiens , wo man eine Superzeit gehabt hätte. Auch in Italien wären ihm sofort die Menschen sehr offen begegnet und hätten sich sofort für seine vollgepackte Maschine interessiert.

Mit Kumpel Roberto

Keuter fährt eine BMW-F800-GS, die er als mittelschwere Reise-Enduro bezeichnete. Zudem sei man unterwegs auf ein zuverlässiges Motorrad angewiesen, so der Student, der demnächst wieder in Hannover die Uni-Bank drückt. Er erzählte, dass er während seiner Europa-Reise nicht einen einzigen gefährlichen Moment erlebt hätte. „Geschlafen habe ich hauptsächlich in Hostels oder günstigen Herbergen“, begründete er diese Art der Übernachtung mit den anstrengenden Tagen auf dem Bike, die dann ein vernünftiges Bett verlangten. Dort treffe man auch immer wieder Leute, die einem viele Tipps geben könnten.

Mit seinem Kumpel Roberto aus München, der ihn eine Zeit lang begleitet hätte, sei dann auch schon einmal das Zelt ausgepackt worden. Roberto hätte ihm dann auferlegt, nach der Reise durch Polen, die Slowakei, Ungarn, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland, Italien, am letzten Tag des Oktoberfests in München zu sein, was ihm auch gelungen sei, fügte er schmunzelnd hinzu. Am Ende hatte Keuter 13000 Kilometer auf seiner Enduro verbracht.


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