THW-Präsident Broemme zu Gast THW zieht nach Moorbrand-Einsatz Bilanz: 93.000 Arbeitsstunden, 1900 Helfer

Von Daniel Gonzalez-Tepper und und PM

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Vor allem bei der Wasserförderung waren die Kräfte des THW im Einsatz. Rund 18 Kilometer lang waren die Wegstrecken für die Wasserschläuche in Meppen. Foto: THW/Michael SchottVor allem bei der Wasserförderung waren die Kräfte des THW im Einsatz. Rund 18 Kilometer lang waren die Wegstrecken für die Wasserschläuche in Meppen. Foto: THW/Michael Schott

Meppen. Das Technischen Hilfswerks (THW) hat seinen Groß-Einsatz beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände der WTD 91 bei Meppen inzwischen fast vollständig beendet. Zum Abschluss zu Gast war THW-Präsident Albrecht Broemme. Das THW zog nun auch Bilanz des Einsatzes.

Broemme besuchte gemeinsam mit Volker Strotmann, Abteilungsleiter Einsatz der THW-Leitung, und Sabine Lackner, Landesbeauftragte für Bremen, Niedersachsen, den Einsatzort in Meppen.

Über mehrere Tage hatten THW-Kräfte nach und nach die Technik abgebaut und machten sich abfahrtbereit. Im Ortsverband Meppen, wo der Meldekopf für die An- und Abreise war, verabschiedete sich Broemme mit Dank und Anerkennung von abreisenden Helferinnen und Helfern und lobte deren hervorragende Arbeit während des Einsatzes. Außerdem freute er sich über die große Unterstützung und Akzeptanz aus der Bevölkerung vor Ort und bedankte sich ausdrücklich dafür.

THW-Präsident Albrecht Broemme (Mitte) dankte den THW-Kräften für ihren Einsatz. Foto: THW/Thomas Lunkwitz


1900 Kräfte leisten 93.000 Dienststunden

Für die Unterstützung der Bundeswehr hatte das THW Einsatzkräfte und Spezialtechnik aus dem gesamten Bundesgebiet in Meppen zusammengezogen. Die Zahlen, die das THW zum Abschluss des Einsatzes präsentierte, sind beeindruckend.  

  • Einsatzkräfte: Insgesamt 1900 THW-Kräfte waren in den vergangenen Wochen im Einsatz, um bei der Bekämpfung des Moorbrandes zu helfen. In der Spitze waren bis zu 700 THW-Kräfte vor Ort. In Spitzenzeiten waren mehr als 150 Ortsverbände aus ganz Deutschland beteiligt. 
Bis zu 20.000 Liter Wasser konnten die 18 Pumpen pro Minute fördern, die das THW zur Bekämpfung des Moorbrandes in Meppen in Betrieb hatte. Inzwischen sind alle Geräte abgebaut. Foto: THW

  • Arbeitsstunden: Das THW leistete im Rahmen des Moorbrandes insgesamt 93.000 Arbeitsstunden ab. 
  • Pumptechnik: Mit 13 Großpumpen unterstützte das THW die Feuerwehr, mit ihnen wurde Löschwasser auf das brennende WTD-Gelände befördert beziehungsweise dort verteilt. Das System verfügte über drei Wasserförderstrecken und insgesamt 18 Kilometer Wegstrecke. Die Pumpen hatten eine Leistung, um bis zu 20.000 Liter Wasser in der Minute befördern zu können.
Pro Minute pumpen THW-Kräfte bis zu 20 000 Liter Wasser, die über drei Wasserförderstrecken des THWs zum Einsatzort gelangen. Foto: THW / Yann Walsdorf


Kommunikation: Das THW baute über Sendemasten zehn Wlan-Netze auf, die an vier DSL-Anschlüssen angeschlossen waren, um die Kommunikation der Einsatzkräfte auf dem Gelände zu gewährleisten. 

Feldküche: In der Feldküche, die das THW in Stavern errichtet hatte und die über acht Herde verfügte, wurden pro Mahlzeit (davon gab es täglich vier) bis zu 1700 Portionen ausgegeben. Verbraucht wurden durchschnittlich jeden Tag 500 Kilo Reis oder 300 Kilo Nudeln. Außerdem wurden 100 Liter Kaffee ausgeschenkt - pro Stunde. Täglich bis zu 6000 Brötchen und 4000 Schokoriegel wurden an die Einsatzkräfte verteilt.

Kiloweise Lebensmittel brauchen die THW-Köche und -Köchinnen jeden Tag für das Essen der Einsatzkräfte. Foto: THW/Marcel Edelmann


  • Und sonst? Zudem unterstützte das THW in den Bereichen Logistik sowie Führung und Kommunikation, errichtete ein Feldlager und setzte Mobile Hochwasserpegel zur Kontrolle der Gewässer ein, aus denen sie Löschwasser entnahmen.

Danke an Helfer und ihre Familien

"Die vorläufigen Einsatzzahlen geben einen kleinen Einblick in die Arbeit, die unsere ehrenamtlichen Kräfte in den letzten drei Wochen geleistet haben. Danke an alle Helferinnen und Helfer, aber auch an die Familien, Freundeskreise, Arbeitgeber und alle weiteren Unterstützer und Unterstützerinnen. Ohne euch wäre ein Einsatz in diesem Umfang nicht möglich", heißt es in einer Mitteilung des THW.


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