Frost hilft beim Feuerlöschen Bundeswehr übernimmt Moorbrandbekämpfung in Meppen

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Das Drohnensystem vom Typ Aladin, das mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, kommt in Meppen zum Einsatz. Foto: Wilke/BundeswehrDas Drohnensystem vom Typ Aladin, das mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, kommt in Meppen zum Einsatz. Foto: Wilke/Bundeswehr

Meppen. Die Bundeswehr beginnt mit der Ablösung ziviler Kräfte bei der Bekämpfung des Moorbrands auf dem Schießplatz Meppen.

Am Samstagmittag waren noch 1050 Einsatzkräfte auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 91)  der Bundeswehr tätig,davon 100 Angehörige der Bundeswehrfeuerwehr, 350 Soldaten und 600 Ehrenamtliche, meist von THW und Feuerwehren. Bei der Pressekonferenz am Samstag zeigten sich der  Leiter des Zentrums Brandbekämpfung der Bundeswehr, Andreas Sagurna, und Oberst Thomas Groeters, der die Gesamtleitung des Einsatzes übernommen hat, zufrieden mit den Fortschritten bei der Bekämpfung der in den Torfschichten der Tinner und Staverner Dose schwelenden Glutnester. (Weiterlesen: Wirkt sich Moorbrand negativ auf Tourismus im Emsland aus?)

Ein Transporthubschrauber CH-53 mit Löschwasserbehälter stehe ständig bereit, um erkannte Glutnester gezielt mit Wasser zu bekämpfen. "Das klappt immer besser", stellte Sagurna fest, denn die Zusammenarbeit von Hubschrauberbesatzung und Brandbekämpfern am Boden profitierte von der in den vergangenen Tage gesammelten Erfahrung. Ebenso erfreulich entwickeln sich die Löscharbeiten vom Boden aus. Ob Bundeswehr oder zivile Kräfte, trotz des lang andauernden Einsatzes "sind alle hoch motiviert", sagt Sagurna. (Weiterlesen: Moorbrand bei Meppen: Erst nach zwei Wochen erste Luftmessungen?)

Sonniges Wetter und nur leichter Wind helfen beim Löschen. Von Vorteil war der leichte Bodenfrost Samstagmorgen. "Das an der Oberfläche befindliche gefrierende Löschwasser versiegelt den Boden und schnürt als Barriere die Sauerstoffzufuhr zu Glutnestern ab", beschreibt Sagurna den Effekt.

Am Samstagmorgen wurde mit einer Drohne nach weiteren Brandherden gesucht. Für Dienstag, 2. Oktober, sind die nächsten Tornado-Aufklärungsflüge geplant. Außerdem untersuchen Mitarbeiter des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr den Untergrund.

Oberst Groeters ist zuversichtlich, dass die jetzt in Meppen befindlichen Bundeswehrkräfte ausreichend sind. In der kommenden Woche sollen daher weitere ehrenamtliche Helfer von ihnen abgelöst werden. Bislang sei der Einsatz unfallfrei und reibungslos verlaufen. Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und THW laufe sehr gut. Feuerwehren würden bereits an ihren Heimatstandorten eingewiesen, nach der Anfahrt vom Meldekopf am Eingang zur WTD in Empfang genommen und weitergeleitet.

Nachdem am Mittwoch ein aufgeschlitztes Schlauchstück entdeckt wurde, mussten die Einsatzkräfte jetzt feststellen, dass Schlauchkupplungen von Wassercontainern verschwunden sind. Außerdem sind weitere mutwillig verursachte Schäden an Schlauchleitungen entdeckt worden. „Damit sind jetzt die Feldjäger befasst“, sagte Oberst Groeters.


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