„Zwanglos zugänglich“ Bundeswehr eröffnet Montag Moorbrand-Schadensbüro in Meppen

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Meppen. Am Montag eröffnet die Bundeswehr in Meppen ein Schadensbüro für den Moorbrand. Dann können sich Betroffene form- und zwanglos melden. Die Bundeswehr setzt auf Offenheit und will zu ihrer Verantwortung stehen.

Das sagte , sagte Klaus Steinl, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Leer, am Freitag bei der Vorstellung des gerade eigens eingerichteten Schadensbüros. Es ist mit vorerst vier Arbeitsplätzen in einem Nebengebäude vor der Hauptwache der WTD in Meppen (Straße Schießplatz 25) eingerichtet und damit für jedermann zwanglos zugänglich. Ab Montag wird das Büro unter der Telefonnummer 05931/431777 montags bis donnerstags zwischen 8 und 17 Uhr sowie freitags zwischen 8 und 13 Uhr erreichbar sein. Außerdem per eMail unter BwDLZLeerSchadenannahme@bundeswehr.org.

Klaus Steinl betonte, nachdem nun ein wenig Ruhe auf dem vom Feuer betroffenen Gelände eingekehrt sei, wolle man schnell zur Schadensregulierung übergehen. Konkret werde man mit mindestens vier Mitarbeitern die Schadensfälle aufnehmen und entscheidungsreif bearbeiten. Die Entscheidung über eine Entschädigung selbst treffe dann das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Berlin.

Erste Meldungen

Welche Schäden und wie viele dem Schadensbüro gemeldet würden, könne man nicht abschätzen, sagte Steinl. Einige Betroffene hätten sich aber bereits beim Bürgertelefon gemeldet. Hier reichten die Meldungen von einem abgebrannten Hochsitz über die Reinigung von durch den Rauch verdreckten Vorhängen oder die gesunkene Milchleistung von Kühen bis zu Verdienstausfällen durch die Evakuierung der Tiere eines Pferdehofes. „Wir werden alle Schadensmeldungen prüfen und im Zweifel unabhängige Gutachter befragen müssen“, sagte Steinl.

Man werde sich bemühen, die Schadensregulierung so schnell wie möglich, aber eben auch rechtssicher abzuarbeiten. Hilfreich sei dabei die Dokumentation des Schadens, etwa durch Fotos oder Quittungen. „Wir sind froh, dass Leib und leben geschützt wurden“, sagte Steinl. „Aber wir stellen uns als Bundeswehr der Verantwortung für das Feuer und die dadurch möglicherweise entstandenen Schäden und entschuldigen uns für die Umstände, die wir den Menschen bereitet haben.“


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