24 Teilnehmer ziehen durch Kreisstadt Demo gegen Waffentests der WTD findet in Meppen wenig Anklang

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24 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend gegen die Waffenversuche der WTD in Meppen. Foto: Harry de Winter24 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend gegen die Waffenversuche der WTD in Meppen. Foto: Harry de Winter

Meppen. 24 Demonstranten zogen am Donnerstagabend durch Meppen, um gegen die Waffentests der WTD 91 im Moor zu protestieren. Initiiert wurde die Aktion von Die Linke Emsland, die sich über die Teilnehmerzahl nicht enttäuscht zeigte.

Die Polizei ließ den Protestmarsch zu keiner Zeit aus den Augen. Sie übertraf zeitweise sogar die Zahl der Demonstranten, die friedlich von Bahnhof aus durch die Innenstadt von Meppen zum historischen Rathaus zogen. Laut Polizei habe man mit 50 bis 100 Teilnehmern gerechnet. (Weiterlesen: Moorbrand bei Meppen: Feuerwehr und Pioniere dämmen Brandherde ein)

Auch durch die Bahnhofsstraße zogen die Demonstranten am Donnerstagabend. Foto: Harry de Winter


Steuerzahler muss Schaden begleichen

"Wir stehen heute hier, um anlässlich des Moorbrandes zu demonstrieren", sagt Jan Deters aus dem Sprecherkreis der Linken im Emsland. Seine Kritik richtete sich klar gegen die Verursacher. "Das sind die Verantwortlichen der Bundeswehr, die auf diesem Testgelände alles missachtet haben, was der gesunde Menschenverstand und die Brandschutzverordnungen uns vorschreiben." Hierzu sprach Deters die Verordnung zur Verhütung von Waldbränden an, die es Privatpersonen verbiete, Besuchern von Wäldern, Mooren und Heidegebieten die befestigten Straßen und Wege zu verlassen, Feuer anzuzünden und zu rauchen. Die Bundeswehr hingegen lasse Raketen im trockenen Moorboden explodieren und habe so eine Katastrophe verursacht. Das Ganze werde viel Geld kosten. Das Naturschutzgebiet sei zerstört. Am Ende stehe der Steuerzahler, der den Schaden begleichen müsse. (Weiterlesen: Moorbrand bei Meppen: Bundeswehr schweigt zu Luftmessungen)   

24 Menschen waren dem Aufruf der Linken zur Demonstration gefolgt. Foto: Harry de Winter


"Waffen, die Menschen töten"

Dass die Demonstration nur wenig Anklang fand in der Kreisstadt, sei ihnen vorher bewusst gewesen. Trotzdem hätte man sich mehr Teilnehmer erhofft, erklärt Deters im Gespräch mit unserer Redaktion. "Es soll aber ein Startschuss sein, sich im Emsland mit der Thematik rund um die WTD auseinander zu setzen. Hier werden Waffen getestet, die überall auf der Welt Menschen töten. Jetzt haben diese Waffen bei Tests einen Moorbrand ausgelöst, unter dem viele Menschen zu leiden hatten."

Keine Teilnahme der Jusos

Zunächst wurden auf der Veranstaltungsseite der Demonstration auf Facebook neben der Antifa Emsland und der Marxistischen Linken Emsland auch die Jusos Emsland genannt. Diese dementierten aber eine aktive Unterstützung der Demo und nahmen am Abend auch nicht teil. 


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