Keine Gesundheitsgefährdungen Landkreis stellt Messwerte nach Moorbrand in Meppen vor

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Der Meßwagen der Bundeswehr am Ortsrand von Groß Stavern. Das Staubsammelgerät prüft die Luft auf alveolengängige und einatembare Stäube im Rahmen des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen. Foto: dpaDer Meßwagen der Bundeswehr am Ortsrand von Groß Stavern. Das Staubsammelgerät prüft die Luft auf alveolengängige und einatembare Stäube im Rahmen des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen. Foto: dpa

Meppen. "Es lag keine akute Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch die Rauchentwicklung des Moorbrandes auf der WTD 91 im Emsland vor." Diese Aussage hat der Landkreis Emsland jetzt mit aktuellen Messwerten und Auswertungen noch einmal hervorgehoben.

Nach Angaben des Landkreises führte als erstes der ABC-Gefahrengutzug des Landkreises Leer am 21. und 22. September mobile Messungen durch. Zur Erinnerung: Am 21. September rief der Landkreis Emsland den Katastrophenfall aus. Zusätzlich brachte der ABC-Gefahrengutzug eine feste Messstelle am Krankenhaus Sögel an. Sie misst kontinuierlich Kohlenmonoxid-Belastungen: "Bisher gab es keine Auffälligkeiten", heißt es im Protokoll des Landkreises Emslandes. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme nimmt die Firma Müller BBM seit dem 22. September (14 Uhr) per Handmessgerät  Tests auf Kohlenstoffmonoxid sogar im Operationssaal des Krankenhauses vor. Auch hier lautet die Rückmeldung: "Es gibt keine auffälligen Werte." (Weiterlesen: Moorbrand im Emsland: Was bedeutet der Katastrophenfall für die Menschen?)

Leichter Brandgeruch

Aber auch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen führte am 22. und 24. September jeweils über mehrere Stunden Messungen vor. "Trotz des schwachen Winds aus Südwest konnten an der Lange n Straße in Groß Stavern nur sporadisch Beeinträchtigungen der Luft durch leichten Brandgeruch und kurzzeitige Erhöhungen der Kohlenmonoxid-Konzentrationen um 1 bis 2 ppm wahrgenommen bzw. gemessen werden", heißt es im Ergebnisprotokoll. (Weiterlesen: Staverner sehen Kastastophenfall und Evakuierungspläne gelassen)

Hochtoxische Verbindungen

Zur Beurteilung von Staubniederschlägen aus dem Brandfall zogen die Chemiker zwei Wischproben an den Scheiben zweier Fahrzeuge für eine spätere Analyse auf PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe)  und hochtoxische Chlorverbindungen. (Weiterlesen: Moorbrand in Meppen: Rauchwolke im Emsland Gefahr für Gesundheit)

Unauffällige Messwerte

Die zweite Messung am 24. September wurde aufgrund der Nordwestwinde im nördlichen Wohnbereich von Klein-Stavern am dortigen Sportplatz und in der Dükerstraße 90 Minuten lang vorgenommen. "Anhaltender Regen und stark abgeschwächte Winde führten auch hier zu unauffälligen Messwerten", heißt es im Protokoll des Landesamtes. Besonders starke Brandgerüche und Belastungen durch Rauch hat es in Stavern jedoch am Abend des 18. September gegeben, als Westwind den Qualm in den Ort trieb. Zu diesem Zeitpunkt ließ der Landkreis noch keine Messungen durchführen. (Weiterlesen: Moorbrand: Von der Leyen entschuldigt sich im Namen der Bundeswehr)

Stickoxide durch Traktoren

Am 24. September um 17 Uhr richtete zudem das Lingener Ingenieurbüro Zech eine stationäre Messstelle in Klein Stavern ein. Sie misst kontinuierlich Stickoxide sowie Schwefeldioxid und in Intervallen Kohlenstoffmonoxid. "In der Zusammenschau sind die Werte für Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid im unauffälligen Bereich", heißt es seitens des Landkreises. Gleiches gelte prinzipiell für die Stickoxide. Es gab jedoch zwei  Ausreißer. Die Chemiker erklären sich beide durch "Traktor-Vorbeifahrten" um 9 und 10 Uhr am 25. September am Messpunkt mit Höchstwerten von 10 bzw. 17 ppm. Die gemessenen Feinstaubparameter (insbesondere PM 10) bewegten sich ebenfalls im unauffälligen Bereich. Die stationären Messungen würden fortgeführt. (Weiterlesen: Großbrand in Meppen: Feuerwehren zu spät alarmiert)

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