Zur Bewährung ausgesetzt Amtsgericht Meppen verurteilt Osteuropäer zu Haftstrafe

Von Heiner Harnack

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Das Amtsgericht Meppen verurteilte einen Osteuropäer zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe. Symbolfoto: Michael GründelDas Amtsgericht Meppen verurteilte einen Osteuropäer zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe. Symbolfoto: Michael Gründel

Meppen. Wegen zweifacher Körperverletzung war ein Osteuropäer vor dem Amtsgericht Meppen angeklagt. Er war laut Anklageschrift an einer tätlichen Auseinandersetzung mit bis zu 15 Personen beteiligt. Der Richter verurteilte den Mann zu einer Haftstrafe von sechs Monaten, die zu einer dreijährigen Bewährung ausgesetzt wird.

Der Vertreter der Anklagebehörde warf dem Mann, der aktuell in der Nähe von Nürnberg wohnt, bei einer der Taten ein Werkzeug gegen einen anderen Beteiligten eingesetzt zu haben. An dem Abend in der Gaststätte habe der Angeklagte betrunken einige Gläser umgeworfen, was zum Rauswurf geführt habe, wie einer der beteiligten Sicherheitsmitarbeiter der Gaststätte erklärte. Dass der Angeklagte an dem Abend in der Gaststätte negativ aufgefallen war, bestätigte eine Zeugin. Der Mann sei daraufhin nur widerwillig der Aufforderung nachgekommen, die Gaststätte zu verlassen. Anschließend habe der Angeklagte einem Mitarbeiter mit der Hand ins Gesicht geschlagen, lautete der Vorwurf der Anklagebehörde. Einer der beiden Mitarbeiter berichtete, dass der Osteuropäer mit zwei Aluminiumstangen auf ihn zugekommen sei und ihn schmerzhaft am Rücken getroffen habe. Ein weiterer Sicherheitsmann erzählte, dass der Angeklagte ihm mit einem Griff an den Hals seine Goldkette zerrissen habe. Er sei definitiv von anderen Personen geschlagen worden, die dazu gekommen seien. Es seien in der Tat mehrere Personen an dem Vorgang beteiligt gewesen, sagte der Zeuge.

Bis zu zwei Flaschen Whiskey konsumiert

Der Angeklagte ließ über seine Dolmetscherin verlauten, dass er bereits eine bis zwei Flaschen Whiskey an dem Abend konsumiert habe und sich lediglich an den Rauswurf erinnern könne. Er könne sich auch nicht mehr daran erinnern, wie er nach Hause gekommen sei. Er berichtete auf Nachfrage des Richters, dass er mit dem extremen Alkoholkonsum seit den Ereignissen aufgehört habe.

Aus dem Bundeszentralregister ging hervor, dass er Sozialleistungen erschlichen, ohne Führerschein Auto gefahren und sich einmal von einem Unfallort unerlaubt entfernt hat. Der Richter folgte der Forderung der Anklagebehörde und sprach eine sechsmonatige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung aus, die drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss der Verurteilte 1000 Euro in Raten von jeweils 100 Euro an die Staatskasse zahlen.


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