Firmen werben Auszubildende an "Win-Win-Situation" bei der Berufsinformationsbörse in Meppen

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Die Meppener Schüler informierten sich auf der Berufsinformationsbörse in Meppen über mögliche Ausbildungsberufe. Foto: Malte GoltscheDie Meppener Schüler informierten sich auf der Berufsinformationsbörse in Meppen über mögliche Ausbildungsberufe. Foto: Malte Goltsche

Meppen. Die Berufsinformationsbörse (BIB) in der BBS Meppen lockte viele Schüler zu den 51 Ständen der teilnehmenden Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Die Veranstaltung in Meppen war der Schlusspunkt der drei Börsen im Emsland. Zuvor informierten sich bereits die Schüler in Papenburg und Lingen.

Ob Polizist, Landwirt, Bäcker oder Straßenbauer – über viele Ausbildungsberufe konnten sich die teilnehmenden Schüler informieren, sich über ihre Karrierechancen beraten lassen und erste Kontakte zu den Unternehmen oder Institutionen knüpfen. Der Schulleiter der gastgebenden BBS Meppen, Peter Diekmann, lobte in seiner kurzen Eröffnungsrede das "attraktive Angebot" der BIB in Meppen. Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat und Bildungsdezernent des Landkreises Emsland, berichtete, dass an den drei Börsen im Emsland rund 6000 Schüler teilgenommen haben. "Eine gute Berufsorientierung ist für die Schüler von enormer Bedeutung", sagte Gerenkamp. Gerade, weil die Quote der abgebrochenen Ausbildungen immer weiter steige, sei frühzeitige Information wichtig. Die Börse sei eine "Win-Win-Situation" für die Beteiligten: Die Schüler könnten sich umfassend über ihre Möglichkeiten informieren und die Unternehmen erste Kontakte zu möglichen Auszubildenden knüpfen.

Bildungsdezernent Martin Gerenkamp begrüßte die Gäste auf der BIB Meppen. Foto: Malte Goltsche

Und die Schüler nahmen das Angebot an. Die Harener Baufirma Knoll veranstaltete einen kleinen Wettbewerb im Baggerfahren. Schüler Loris Nallbani lag nach seinem Durchlauf auf Platz vier. "Das hat Spaß gemacht, ich saß zum ersten Mal auf einem Bagger. Ich hatte aber am Anfang ein bisschen Panik." Eigentlich will er Fitnesstrainer werden, nutze aber die Möglichkeit sich weiter umzuschauen, sagte Nallbani.

Tim Cornelius (links) und Loris Nallbani durften dank der Harener Firma Knoll zum ersten Mal Bagger fahren. Foto: Malte Goltsche


Polizei bei Schülern beliebt

Monja Milzarek und Wenke Telkmann interessierten sich vor allem für die Polizei. "Da ist viel Action, man sitzt nicht jeden Tag am Schreibtisch und es ist immer etwas anderes los", meinte die 15-jährige Milzarek.


Wenke Telkmann (links) und Monja Milzarek interessierten sich vor allem für die Polizei. Foto: Malte Goltsche


Genau so sieht das Anna-Lena Hempen. Die Realschülerin möchte nach einem Studium auch zur Polizei. Besonders gefällt ihr, dass sie als Polizistin "anderen helfen und für Gerechtigkeit sorgen" kann. Ihre Freundin Greta Steenke hat etwas anderes vor. Nach dem Vorbild ihrer Mutter möchte sie Hebamme werden. 

Greta Steenke (von links), Anna-Lena Hempen und Leonie Mankowski haben verschiedene Berufsziele. Foto: Malte Goltsche

Auszubildende zu finden wird immer schwerer

Warum eine Berufsinformationsbörse für Unternehmen wichtig ist, erklärt Simon Thole, Personalreferent der Baufirma Mainka aus Lingen: "Es geht für uns darum, Auszubildende zu finden. Das wird immer schwieriger, gerade bei uns im Handwerk." Problem sei oft das Image, dass es im Baugewerbe wenig Geld zu verdienen gäbe und man sich immer schmutzig mache. Seine Aufgabe sei es dann, zu erklären, dass dem nicht so sei. Thole bestätigte, dass über die gesammelten Daten aus den Gesprächen weitere Kontaktaufnahmen zu den Schülern erfolgen. Daraus ergibt sich dann die "Win-Win-Situation", die Gerenkamp erwartet.


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