Normalität kann einziehen Moorbrand in Meppen: Landrat hebt Katastrophenfall auf

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Die Feuerwehren konnten die Flammen von der Panzerstraße auf dem WTD-Geländen in Meppen erfolgreich abwehren. Foto: Manfred FickersDie Feuerwehren konnten die Flammen von der Panzerstraße auf dem WTD-Geländen in Meppen erfolgreich abwehren. Foto: Manfred Fickers

ma Meppen. Landrat Reinhard Winter hat den am 21. September ausgerufenen Katastrophenfall am heutigen Donnerstag um 9.20 Uhr aufgehoben. So drohte damals der Moorbrand auf der WTD 91 in Meppen speziell auf den angrenzenden Ort Stavern überzugreifen. Eine Evakuierung drohte.

„Nach intensiver fachlicher Beratung mit den verantwortlichen Stellen der Bundeswehr und des niedersächsischen Innenministeriums habe ich mich entschieden, den Katastrophenfall aufzuheben“, so Landrat Winter in einer Pressemitteilung. „Mit Blick auf das aktuelle Brandgeschehen und den Löscheinsatz auf dem Gelände der Bundeswehr könne der Landkreis  derzeit ein Evakuierungsszenario für emsländischen Gemeinden ausschließen. Es kann wieder weitgehende Normalität in das öffentliche Leben einziehen“, unterstreicht Winter.  (Weiterlesen: Wer kommt für Schäden durch den Moorbrand im Emsland auf?)

Große Fortschritte

Winter hatte aufgrund des Moorbrandes und der Wetterprognosen am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen – auch, um bei Bedarf zum Beispiel mit überörtlicher Unterstützung planen und arbeiten zu können. Nun sei aber die Ausgangslage eine andere. „Die Bundeswehr hat wichtige Fortschritte bei der Brandbekämpfung gemacht, insbesondere auch mit Blick auf die Bereiche des WTD-Geländes, die an das Kreisgebiet grenzen – deshalb hat sich das Gefahrenpotenzial deutlich verringert“, sagte der Landrat. Er betonte weiter, dass der Moorbrand noch nicht gelöscht und daher für die örtlichen Kreisfeuerwehrbereitschaften weiter der so genannte Voralarm ausgelöst sei. Dieser Voralarm bedeutet, dass sich die Einsatzkräfte bei Bedarf kurzfristig in den Einsatz begeben können. (Weiterlesen: Moorbrand bei Meppen: Artenvielfalt der Tinner Dose in Gefahr?)

Einsatzkräfte des THW beherrschten viele Tage das Ortsbild in Stvern. Foto: Hermann-Josef Mammes

Er dankt allen Einsatzkräften und Beteiligten für die geleistete Arbeit und das unermüdliche Engagement. Zudem unterstreicht er das besonnene Verhalten der Einwohner Staverns sowie das große Verständnis der Bevölkerung innerhalb der emsländischen Kommunen, die zum Teil durch Rauch oder Brandgeruch sowie die Unterbringung der Einsatzkräfte besonders betroffen waren. (Weiterlesen: Welche Schadstoffe setzt der Moorbrand bei Meppen frei?)


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