Landkreis will besseres Netz 852 Mobilfunklöcher im Emsland ermittelt

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Inzwischen wird der Wunsch nach der 5G-Technik immer größer. Foto: dpaInzwischen wird der Wunsch nach der 5G-Technik immer größer. Foto: dpa

ma Meppen. Viele Handybesitzer im Emsland haben sie schon verflucht - die Mobilfunklöcher. Je nach Untersuchung gibt es bis zu 852 Funklöcher in dem 2882 Quadratkilometer großen Landkreis. Kreistag und Kreisverwaltung wollen die Situation entscheidend verbessern.

Große Versorgungslücken gerade es besonders im östlichen Emsland und hier u.a. in der Samtgemeinde Herzlake.

Der Landkreis schloss sich bereits im Juni der Mobilfunkinitiative Weser-Ems an. Ziel ist es auch, verlässliche Daten über Funklöcher zusammen, um damit die drei großen Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom (D1), Vodafone (D 2) und Telefónica (O2) zu konfrontieren. Diese ließen sich nämlich bei den Nutzerdaten nicht in die Karten schauen. Um trotzdem verlässliche Daten zu erhalten,  beauftragte der Landkreis Emsland das Büro Seim & Partner aus Wiesbaden, den Ist-Zustand zu ermitteln und Lösungen aufzuzeigen. 

Flächendeckendes Netz

Wie Dezernent Michael Steffens den Mitgliedern des Kreisentwicklungsausschusses sagte, wird ein gut funktionierendes und flächendeckendes Mobilfunknetz immer wichtiger. So seien gerade Landwirte darauf angewiesen. Sie setzen vielfach digitale Technik ein. Im Gesundheitswesen würde die elektronische Patientenakte aber auch die Video-Sprechstunde immer wichtiger. Weitere Aufgaben für den ländlichen Raum könne das autonome Verfahren im öffentlichen Personennahverkehr werden.

5G-Technologie

Dabei will der Landkreis mit unterschiedlichen Institutionen die Basis für den 5G-Landkreis Emsland" möglicherweise sogar als Pilotprojekt für den ländlichen  Raum beim Bund durchsetzen und hofft auf Fördergelder. Hinter der 5G-Technologie verbirgt sich eine leistungsstarke Versorgung, die die Kapazitäten des gängigen 4G (LTE) um das 1000-fache übersteigt mit Spitzenraten von 10 bis 20 Gbit/s.

Fünf neue Mobilfunkmasten

Um in einem ersten Schritt die Versorgungslücken im Emsland zu schließen, schlägt Diplom-Informatiker Kai Seim vor, fünf neue Mobilfunkmasten aufzustellen und 69 bereits vorhandenen mit moderner Technik aufzurüsten. Mit diesen "74 neuen und aufgerüsteten Masten" ist laut Dezernent Steffens gewährleistet, dass alle Siedlungsbereiche aber auch landwirtschaftliche Flächen erreicht werden. Die Kosten bezifferte er für die fünf neuen Funkmasten auf insgesamt 2,5 Millionen Euro und für die 69 Nachrüstungen auf weitere 6,9 Millionen Euro.    


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