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Sabotage an Schlauchleitung? Moorbrand bei Meppen: Bundeswehr hat Lage im Griff

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Weiter im Einsatz sind derzeit 1531 Helferinnen und Helfer. (Foto: Lambert Brandt)Weiter im Einsatz sind derzeit 1531 Helferinnen und Helfer. (Foto: Lambert Brandt)

Meppen. Die Brandlage in der Tinner Dose ist nach Angaben der Bundeswehr stabil. Allerdings wurde an einer Schlauchleitung ein Defekt festgestellt – Sabotage kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Lage ist weiter stabil und das Feuer unter Kontrolle. In der vergangenen Nacht gab es allerdings wieder ein oberirdisches Feuer, das „schnell und unproblematisch gelöscht werden konnte“. Es wurden keine neuen Wärmequellen identifiziert und die Bekannten werden weiterhin bekämpft. Geologen der Bundeswehr setzten ebenfalls ihre Arbeiten fort. Die Zahl der Einsatzkräfte liegt derzeit bei 1531.

Die Luftwaffe unterstützt weiter mit einem CH53 Transporthubschrauber. Weitere Aufklärungsflüge mit Tornados sind für Donnerstag, den 27. September geplant. Die Daten des Fluges vom Dienstag liegen im ersten Abzug vor und werden aktuell im Detail ausgewertet.

In der vergangenen Nacht wurde nach Angaben der Bundeswehr an Schläuchen einer Riegelstellung ein Defekt festgestellt. Sabotage kann nicht ausgeschlossen werden. Die Feldjäger prüfen diesen Vorfall und die Bewachung des Geländes und der Anlagen wird engmaschiger durchgeführt.

Der Erprobungsbetrieb bei der WTD 91 ist eingestellt. Die Panzerstraße bleibt weiter für die Öffentlichkeit gesperrt, um einen reibungslosen Verkehrsfluss der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Das Deutsche Rote Kreuz hat seine Einsatzkräfte, die aus Niedersachsen zur Unterstützung der Feuerwehr ins Emsland ausgerückt waren, am Mittwoch wieder zurückgerufen. Der Einsatz ist offiziell beendet. Das Rote Kreuz hatte sowohl die sanitätsdienstliche Betreuung von Feuerwehrleuten übernommen, als auch in der Berufsbildenden Schule in Meppen eine Unterkunft für die Verpflegung und Betreuung von Einsatzkräften eingerichtet.

Dafür hatte auch der DRK-Landesverband Niedersachsen aus seinem Katastrophenschutzlager in Misburg den vom Land Niedersachsen erhaltenen Betreuungsplatz 500 unter anderem mit zwei Feldküchen, drei Lkw und einen Bus zu Verfügung gestellt. „Für den Zeitraum dieser Unterkunft haben wir rund 1.200 externe sowie zusätzlich 174 eigene Einsatzkräfte untergebracht und mit jeweils drei Mahlzeiten pro Tag versorgt“, erklärt Jens Kasselmann vom DRK-Kreisverband Osnabrück-Land, der den Einsatz des DRK vor Ort geleitet hat.

Insgesamt haben mehr als 220 ehren- und hauptamtliche Kräfte des DRK aus Niedersachsen den Löscheinsatz der Feuerwehr beim Moorbrand im Emsland unterstützt.

„Wir danken allen Helferinnen und Helfern für ihren schnellen und kompetenten Einsatz. Einmal mehr hat sich gezeigt, wie unentbehrlich die bewährten Strukturen und die Einsatzbereitschaft einer Hilfsorganisation wie das Rote Kreuz im Katastrophenfall ist“, sagte. Ralf Selbach, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Niedersachsen.

Weiterhin im Internet unter www.iud.bundeswehr.de veröffentlicht wird täglich gegen 13 Uhr ein Infoflyer, der alle Interessierten über den aktuellen Stand informieren soll. Auch das Bürgertelefon ist weiter unter der Nummer 030/182424242 erreichbar.

Der Landkreis Emsland hat derweil den Katastrophenfall aufrecht erhalten. Dessen Aufhebung müsse sehr gut abgewogen werden, sagte ein Sprecher. Auf der Internetseite des Landkreises sind ebenfalls weiterhin Informationen zu finden.

Harens Bürgermeister Markus Honnigfort informierte am Dienstagabend den Stadtrat über das Feuer. „Eine Gefahr für Tinnen hat aufgrund der vorherrschenden Windrichtungen nie bestanden“, sagte er.


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