Landkreis ordert 500 weitere Kräfte 1300 Helfer bekämpfen Moorbrand bei Meppen

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Die Einsatzleitung übernommen hat Oberst Thomas Groeters. Gemeinsam mit Andreas Sagurna stellte er am Mittag einen Lagebericht vor. Foto: Tobias BöckermannDie Einsatzleitung übernommen hat Oberst Thomas Groeters. Gemeinsam mit Andreas Sagurna stellte er am Mittag einen Lagebericht vor. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Die Zahl der Helfer bei der Bekämpfung des Moorbrandes bei Meppen steigt immer weiter an: am Freitagvormittag waren 1300 Kräfte allein auf der WTD im Einsatz. Weil der Landkreis Emsland den Katastrophenfall ausgerufen hat, sind weitere 500 Polizisten und Einsatzkräfte ins Emsland alarmiert worden.

Bei einer Pressekonferenz auf dem Gelände der WTD gab der Leiter des Zentrums Brandbekämpfung, Andreas Sagurna, der Bundeswehr sein tägliches Lagebild ab und stellte den erstmals aufgelegten Infoflyer vor. Demnach sind 1300 Kräfte im Einsatz – sie stammen von 67 Bundesfeuerwehren und weiteren freiwilligen Feuerwehren aus Niedersachsen. 

Aktuelle Informationen zur Lage auf der WTD in unserem Liveblog >>

Letztere stellten am Freitag allein 782 Einsatzkräfte. Hinzu kamen 421 Angehörige des THW. Am Donnerstagabend um 21.30 sind auch die ersten 35 Soldaten des Spezialpionierregiments 164 aus Husum in Meppen eingetroffen. Deren Kommandeur, Oberst Thomas Groeters, hat auch die Gesamtleitung des Einsatzes auf der WTD 91 übernommen. (Weiterlesen: Moorbrand bei Meppen: Landkreis auf alles vorbereitet )

Gemeinsam mit Andreas Sagurna habe er noch in der Nacht ein Lagebild erarbeitet, sagte Groeters. Erste Kräfte der Bundeswehr sollen in Kürze nach Meppen beordert werden. Sagurna betonte, höchste Priorität habe das Heranschaffen von Wasser. Der Regen des Freitagmorgen habe ebenso wie der Wind kaum Auswirkungen auf das Feuer gehabt.

Wetterprognosen unsicher

Noch seien die Wetterprognosen unsicher,er hoffe aber, dass am Wochenende erheblicher Regen einsetze und der Wind abflaue. Angesagt waren allerdings bis zuletzt Sturmböen und genau die seien derzeit die größte Gefahr, weil sie das Feuer anfachen und erhebliche Rauchmengen produzieren könnten. Sollte es aber erheblich regnen, werde das zu einer Entspannung der Lage führen.

Durch den Landkreis Emsland werden derzeit unabhängige Luftmessungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden durch den Landkreis veröffentlicht. Für 15 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt. Die von der Bundeswehr unternommenen Messungen haben nach Angaben von Andreas Sagurna keine Grenzwertüberschreitung ergeben. (Weiterlesen: Moorbrand: Von der Leyen entschuldigt sich im Namen der Bundeswehr)

Der Meßwagen der Bundeswehr am Ortsrand von Groß Stavern. Das Staubsammelgerät prüft die Luft auf alveolengängige und einatembare Stäube im Rahmen des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen.

Angesprochen auf die Kritik von Ärzten, der Rauch sei entgegen bisherigen Aussagen sehr wohl gesundheitsgefährdend, verwies Sagurna zur Bewertung der Ergebnisse auf den Landkreis Emsland.

Der Staatsanwaltschaft Osnabrück habe sowohl Zugang zur WTD, als auch Akteneinsicht gewährt, damit sie Untersuchungen zur Brandursache durchführen könne.

Wie hoch die bisher entstandenen Kosten des massiven Feuerwehreinsatzes seien, werde zwar ermittelt, sagte Sagurna. Er könne dazu aber noch nichts mitteilen. Ebensowenig gebe es bisher belastbare Aussagen zur Kostenübernahme. (Weiterlesen: Großbrand in Meppen: Feuerwehren zu spät alarmiert)

Die WTD hat am Freitag erstmals einen Infoflyer herausgegeben. Er ist ab sofort täglich im Internet unter www.iud.bundeswehr.de zu finden.


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