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Moorbrand im Emsland Fotos und Videos: Der Brand auf der WTD 91 bei Meppen

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Eine Löschraupe ist beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen im Einsatz. Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit dem 4.September 2018 fünf Hektar Moorland in Brand. Foto: WTD 91/Bundeswehr/dpaEine Löschraupe ist beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen im Einsatz. Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit dem 4.September 2018 fünf Hektar Moorland in Brand. Foto: WTD 91/Bundeswehr/dpa 

Meppen. Die Lage spitzt sich zu im Emsland: Auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD) der Bundeswehr in Meppen droht das Feuer außer Kontrolle zu geraten. Hier finden Sie aktuelle Fotos und Videos von dem Feuer und dem Rauch im Moor.

Foto: WTD 91/Bundeswehr/dpa

Seit dem 4. September brennt es auf der WTD 91 in Meppen. Aus der Luft fotografiert, wird das Ausmaß des Brandes im Emsland besonders deutlich. 

Foto: Lars Schröer/dpa

Dicke Rauchschwaden und Qualm ziehen aus dem Moor über weite Teile Niedersachsens. Auch viele Kilometer entfernt haben die Menschen in den vergangenen Tagen Qualm und Rauch gemeldet.

So sieht der Brand auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen aus der Luft aus. (Video: Stefanie Witte)

Foto: WTD 91/Bundeswehr/dpa

In diversen Städten haben Menschen bei der Feuerwehr angerufen, um einen Brand zu melden. Die Rettungskräfte klärten die besorgten Bürger dann auf, dass der Ursprung des Rauches die WTD bei Meppen ist. 

Foto: WTD 91/Bundeswehr/dpa

Die Menschen in den betroffenen Gebieten werden angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auf dem Foto sind die Einsatzkräfte mithilfe eine Löschraupe dabei, die Flammen einzudämmen. 

Foto: NWM-TV

Die Einwohner der Gemeinde Stavern sind besonders stark betroffen von der Qualmbelastung. Seit Tagen müssen die Menschen mit den dichten Rauchschwaden leben, die sie und ihre Häuser einhüllen.

Foto: NWM-TV

Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot auf der WTD 91 im Emsland. Zu den etwa 400 Einsatzkräften, die bereits vor Ort waren, sind nun noch rund 250 weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren dazugekommen.

Foto: Lambert Brand

Die drei Kreisfeuerwehrbereitschaften aus dem Emsland sind seit Freitag auf dem WTD-Gelände im Einsatz „Die Rauchentwicklung war noch nie so groß wie aktuell“, sagte Lambert Brand, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes.

Foto: Jan Südmersen/FeuerwehrOsnabrück

Die Feuerwehr Osnabrück verfügt über ein „Hytrans Fire System“ – eine Hochleistungspumpe, die bis zu 8000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Diese ist nun auf der WTD im Einsatz.

Foto: NWM-TV

Seit Tagen kämpfen Feuerwehr und THW unermüdlich, um die Flammen unter Kontrolle zu halten. Zuletzt drohte das Feuer, auf Wald in der Umgebung überzugreifen.



Auslöser waren Waffentests auf der WTD 91 im Emsland. Ein Hubschrauber hatte auf dem Testgelände Raketen abgefeuert. Nach der anhaltenden Trockenperiode in Niedersachsen ist es bisher nicht gelungen, die Flammen zu löschen.

Foto: NWM-TV

Der Moorexperte beim NABU-Bundesverband, Felix Grützmacher, habe, nachdem es Zahlen zum Ausmaß der betroffenen Fläche gibt, ausgerechnet, wie viel klimaschädliches CO2 durch den Brand in die Atmosphäre gelangt ist: vorsichtig gerechnet 500.000 Tonnen.

Foto: Hermann-Josef Mammes

Neben der Feuerwehr ist auch das THW mit zahlreichen Helfern im Einsatz. Das Technische Hilfswerk hat auf dem Fußballplatz in Stavern ein Lager eingerichtet und bezogen. Ausgelegt ist es für 400 Menschen. 

Foto: WTD 91

Bei den Löscharbeiten war es auch zu einem Unfall mit einem Fahrzeug der Bundeswehrfeuerwehr gekommen. Das Fahrzeug war in einen Graben gerutscht und auf die Seite gekippt. 

Foto: Harry de Winter

Auch Löschhubschrauber waren im Einsatz. Schnell wurde nach Ausbruch des Feuer Kritik an der Bundeswehr laut, dass die Waffentests durchgeführt wurden, obwohl, das Gelände so trocken war und ein Brand drohte. 

Foto: Stephan Konjer/dpa

Im Laufe des Tages wurde die Kritik an den Test der Bundeswehr trotz der Trockenheit sowie an der Kommunikation der Bundeswehr zu dem Brand immer lauter



Brände auf der WTD 91 bei Meppen

In der Vergangenheit kam es auf der WTD 91 in Meppen immer wieder zu kleineren und größeren Bränden. 80 bis 100 Feuer verzeichnet die Dienststelle pro Jahr durch den Erprobungsbetrieb. Der letzte Großbrand ereignete sich im Juli 2010. Das Feuer wurde ebenfalls durch einen Testschuss verursacht und war erst nach mehreren Wochen gelöscht. Auch hier war die Rauch- und Geruchsbelästigung über weite Strecken groß.    

Da sich das Erprobungsgebiet der WTD über weite Teile des Naturschutzgebietes Tinner Dose erstreckt, setzt die Bundeswehr auf dem Gelände Feuer gezielt zur Landschaftspflege ein. Zum einen will man durch das Abbrennen die Vegetation verjüngen – darauf sind viele Tier- und Pflanzenarten angewiesen. Zu anderen soll so möglichst verhindert werden, dass die getestete Munition die Vegetation in Brand setzt.

Noch bis vor etwa 100 Jahren waren große Moorbrände im Emsland üblich. Die Bauern legten alle paar Jahre Feuer, um im teilweise trockengelegten Moor ein Aschebett zu schaffen. Darin säten sie Buchweizen, ein Knöterichgewächs, das unter anderem für Pfannkuchen verwendet wird. Diese Brände waren bis in große Entfernungen wahrzunehmen. (hdw)

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