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19.09.2018, 10:00 Uhr KOMMENTAR ZUM FEUER IM EMSLAND

Moorbrand auf dem WTD-Gelände in Meppen: Pleiten, Pech und Pannen

Ein Kommentar von Hermann-Josef Mammes


Foto: Lambert BrandFoto: Lambert Brand

Meppen. Der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD) in Meppen droht außer Kontrolle zu geraten. Eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen.

Es ist nicht das erste Großfeuer in der langen Historie der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD). Allerdings haben die Verantwortlichen aus Fehlern der Vergangenheit keine Lehren gezogen. Gerade nach lang anhaltender Trockenheit kam es immer wieder zu Moorbränden. Der berühmte Funke reichte aus, um ausgedörrte Flächen in Brand zu setzen.

Das Bekämpfen der Glutnester, die sich tief ins Erdreich bohren, ist harte Knochenarbeit. Die Feuer 2006, 2010 und vor allen Dingen 2017 weisen viele Parallelen zur jetzigen Einsatzlage auf. So wurden im Mai 2017 ähnliche Waffensysteme getestet. Erneut kamen die Spezialfahrzeuge nicht rechtzeitig zum Brandherd. Eine Löschraupe war defekt, und die zweite versagte auf dem Weg zum Einsatzort den Dienst. In den letzten Tagen setzte sich leider die Serie von Pleiten, Pech und Pannen fort. Mit fatalen Folgen: Der Brand gerät immer mehr außer Kontrolle. Ein solches Ausmaß hat es bisher noch nicht gegeben.

Bilder und Fotos: Der Brand auf der WTD 91 bei Meppen

Hinzu kommt eine Informationspolitik, die den Namen nicht verdient. Die WTD ist dabei, ihren Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung zu verspielen. Sie nimmt die Ängste der Menschen nicht ernst. Es wird höchste Zeit, dass die Bundeswehrspitze mit Ministerin Ursula von der Leyen die Sache selbst in die Hand nimmt. Die Einsatzkräfte vor Ort sind schlichtweg überfordert.


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