Zweiter Emsland Hate-Slam Redakteure präsentieren Hasspost und Stilblüten im Meppener Theater

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Die Redakteure Harry de Winter (von links), Gerd Schade, Katharina Ritzer, Ina Wemhöner, Thomas Pertz und Hermann-Josef Mammes sitzen beim 2. Emsland Hate-Slam auf der Bühne. Foto: Heiner WittwerDie Redakteure Harry de Winter (von links), Gerd Schade, Katharina Ritzer, Ina Wemhöner, Thomas Pertz und Hermann-Josef Mammes sitzen beim 2. Emsland Hate-Slam auf der Bühne. Foto: Heiner Wittwer 

Meppen. Nicht alle Leserbriefe, E-Mails oder Nachrichten, die unsere Zeitung erhält, sind druckfähig. Doch sie landen nicht im Papierkorb, sondern auf der Bühne: Beim Hate Slam lesen Redakteure die Hasspost vor Publikum vor. Der 2. Emsland Hate Slam findet am 19. September im Theater Meppen statt.

„Ich stampfe Sie in Grund und Boden!“ - „Das ist ideologisch linksorientierter Quatsch.“ - „Du mieser kleiner Spitzel!“ - Das sind ein paar Kostproben aus dem Hate-Slam-Programm, das am 19. September im Theater Meppen zu erleben ist. Die Redakteure Hermann-Josef Mammes, Thomas Pertz, Gerd Schade, Ina Wemhöner und Harry de Winter der Meppener Tagespost und Lingener Tagespost sowie der Ems-Zeitung sowie NOZ-Redakteurin Katharina Ritzer werden auf der Bühne vortragen, was Leser voller Wut an die Redaktion geschrieben haben - unzensiert, aber anonymisiert. 

Manches ist wirr, manches beleidigend

Aber was bedeutet eigentlich das „Slam“ in Hate Slam? Übersetzen lässt es sich mit „Zuschlagen“ oder auch mit „Knall“. Einen echten Knall, den haben auch einige Menschen. Und wenn diese dann Zeitungsleser sind und unzufrieden mit Kommentaren oder anderen Texten, dann schreiben sie. Per Mail, auf der Homepage der Zeitung oder bei Facebook. Voller Wut oder Hass, manchmal wirr, manchmal schlicht beleidigend.


Journalisten ist die Meinung ihrer Leser wichtig, deshalb haben Leserbriefe auch einen festen Platz in der Zeitung. Aber wenn die Kritik nicht mehr konstruktiv, sondern nur unflätig ist, gibt es keine Gesprächsbasis mehr. Auseinandersetzen kann man sich damit dennoch - eben auf humorige Art beim Hate Slam. Den Zuhörern bleibt ob der Unverschämtheiten, Beleidigungen und Drohungen oft das Lachen im Halse stecken. Unterhaltsam ist ein solcher Abend aber dennoch - was auch daran liegt, dass die Redakteure sich selbst ebenfalls auf die Schippe nehmen. Lustige Stilblüten und Verschreiber, die tatsächlich erschienen sind, haben im Programm des Hate Slams ebenfalls ihren festen Platz.

Landesmeisterin als Gast

Zudem wird die Bremer Poetry Slammerin Rita Apel in Meppen auftreten. Sie gewann bereits die Landesmeisterschaften Bremen/Niedersachsen im Poetry Slam. Die Zuhörer dürfen sich besonders auf ihre „skurrilen Alltagserlebnisse“ freuen.



Karten für den 2. Emsland Hate Slam

Der 2. Emsland Hate Slam findet am Mittwoch, 19. September, im Theater Meppen statt. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Karten (6 Euro im Vorverkauf, 8 Euro an der Abendkasse; mit Studentenausweis und EL-Card jeweils 1 Euro Ermäßigung) sind in den Geschäftsstellen der Meppener und Lingener Tagespost sowie der Ems-Zeitung, beim Theater Meppen und online unter www.deinticket.de erhältlich.

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