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16.09.2018, 09:05 Uhr KOMMENTAR

Jeder Landwirt ist auch Markenbotschafter


Hofführungen können dazu beitragen, Akzeptanz bei den Verbrauchern zurückzugewinnen. Foto: Matthias EngelkenHofführungen können dazu beitragen, Akzeptanz bei den Verbrauchern zurückzugewinnen. Foto: Matthias Engelken

Meppen. Die Bereitschaft vieler Landwirte, sich zu Agrarscouts ausbilden zu lassen, ist der richtige Weg, sich mit den Erwartungen und Wünschen der Verbraucher auseinanderzusetzen. Ein Kommentar.

Doch es ist nur ein erster Schritt, denn auf Dauer muss ein jeder Betrieb sich mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit befassen. Dabei muss es nicht gleich eine ganze Marketingstrategie sein für jeden einzelnen Hof, nicht jeder Landwirt soll eilends auf dem Reißbrett ein eigenes Logo entwerfen. Ein offenes Gespräch über Landwirtschaftsthemen am Stammtisch oder eine Einladung der Fußballmannschaft auf den Hof wären schon erste Maßnahmen, um gesellschaftliche Akzeptanz bei Verbrauchern zurückzugewinnen.

Hofführungen für örtliche Schulen, Gespräche mit Spaziergängern am Acker und nicht zuletzt auch die Beachtung von Verhaltensregeln etwa bei der Ernte gehören dazu. Nicht zuletzt ebenso die Nutzung der sozialen Medien. Das alles muss gelernt sein, die gute Beratung ist unerlässlich. Deshalb müssen Landwirtschaftsverbände vermehrt auch neben der Ausbildung der Junglandwirte in Sachen Öffentlichkeitsarbeit die gestandenen Bauern dazu bewegen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn am Ende ist die ganze Bauernfamilie im Ort Botschafter der modernen Landwirtschaft.


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