Auftakt zu Biodiversitätsprojekt Auf dem Friedhof in Meppen tut sich was

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Die Gustav-Adolf-Kirchengemeinde mit Pastor Ralf Krüger (links), Olga Kremer und Jürgen Klinger freuen sich auf den Auftakt des Biodiversitätsprojekts. Foto: Malte GoltscheDie Gustav-Adolf-Kirchengemeinde mit Pastor Ralf Krüger (links), Olga Kremer und Jürgen Klinger freuen sich auf den Auftakt des Biodiversitätsprojekts. Foto: Malte Goltsche

Meppen. Auf dem Friedhof soll es zukünftig mehr Leben geben. Darum nimmt die evangelisch-lutherische Gustav-Adolf-Kirchengemeinde Meppen mit ihrem Friedhof an einem Projekt teil, um mehr Pflanzen und Tieren als bisher einen Lebensraum zu bieten.

Den offiziellen Startschuss gibt es am Tag des Friedhofs, Sonntag, den 16. September, ab 11 Uhr auf dem Friedhof in der Hüttenstraße. Dabei haben die Vorarbeiten und das Projekt mit dem Titel „Landschaftswerte – Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“ schon begonnen. Die Kirchengemeinde mit dem Friedhofsausschuss und Ehrenamtlichen investierte laut einer Pressemitteilung bereits viel Arbeit investiert und entwickelte viele Ideen. Doch nun können diese präsentiert und der Entwicklungsplan für die folgenden Jahre vorgestellt werden.

Nach dem Kirchenkaffee ab 11 Uhr wird gegen 12 Uhr die Mitarbeiterin aus dem Haus kirchlicher Dienste Hannover, Joana Cavaco, das Projekt vorstellen. Bei Bedarf wird der Vortrag gegen 14 Uhr wiederholt. Dazwischen berichtet Pastor Ralf Krüger mit einem Gang über den Friedhof von dessen Geschichte. Parallel gibt es bis 16 Uhr die Möglichkeit, Saatgutkugeln – auch Saatbomben genannt – für den eigenen Balkon oder Garten herzustellen.

Das von der Europäischen Union und dem Land Niedersachsen geförderte Pilotprojekt hat das Ziel, exemplarisch Flächen auf neun kirchlichen Friedhöfen in Niedersachsen unter dem Fokus „Erhöhung der Biodiversität und Attraktivität“ umzugestalten. Alle neuen Friedhöfe beschäftigen sich – zum Teil schon mehrere Jahre – im Rahmen des Umweltmanagements „Der Grüne Hahn“ mit der Frage, wie sie einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten können. Begleitet werden sie dabei von Referenten aus dem Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Bis 2021 werden auf den Friedhöfen viele Maßnahmen umgesetzt und Nahrungsangebote sowie Nist- und Aufenthaltsmöglichkeiten für heimische Tiere geschaffen. Und das ist bitter nötig, wie z.B. die aktuellen Schlagzeilen zum Insektensterben zeigen. Auf jedem Friedhof werden auf neuen Bestattungsflächen und nicht für Bestattungen vorgesehenen Flächen standortangepasste Biotope entstehen. „Wir wollen Lebensräume schaffen. Wir haben ja schon einige Lebensräume für Tiere und Pflanzen auf dem Friedhof, aber wir wollen das noch erweitern“, sagte Jürgen Klinger, der Umweltbeauftragte der Gustav-Adolf-Gemeinde. Diese Gestaltungen werden sehr vielfältig sein: modern oder traditionell oder park-, wald-, gartenähnlich aussehend.

Das Ergebnis – Staudenflächen, Blumenwiesen, neue Bäume, dichte Hecken aus einheimischen Gehölzen, blühende Grabfelder und vielfältige Nischen – sind nicht nur grüne Oasen für Tiere, Insekten und Pflanzenarten, sondern sollen auch das menschliche Auge erfreuen. „Wir wollen die Attraktivität des Friedhofs an die Moderne anpassen“, sagte Klinger. Dazu gehören Ruheinseln, die während des Projekts neu erbaut werden sollen, genauso wie eine naturnahe Parklandschaft.

Während des ganzen Tags haben Besucher die Gelegenheit, Fragen stellen. Ansprechpartnerin im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers ist Joana Cavaco, Telefon 0511-1241-740 oder E-Mail: cavaco@kirchliche-dienste.de


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