Ein Zeichen für Vielfalt Drittes Fest der Kulturen in Meppen

Von Heinrich Schepers

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Meppen. Ein Bühnenprogramm, Mitmachaktionen, Informationsstände und kulinarische Spezialitäten haben das dritte Fest der Kulturen in Meppen zu einem multikulturellen Erlebnis werden lassen.

Ein Zeichen für Meppens kulturelle Vielfalt wollten die Stadt Meppen, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Freiwilligenzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbands setzen und für eine offene und tolerante Gesellschaft werben. Das machten Bürgermeister Helmut Knurbein und die Integrationsbeauftragte der Stadt, Elisabeth Mecklenburg, bei der Eröffnung des Festes deutlich. Zuvor waren zahlreiche Fahnenträger mit den Flaggen aus unterschiedlichen Nationen vom Rathaus zur Bühne auf den Marktplatz gezogen. Sie demonstrieren, wie vielfältig die Herkunft vieler heute in Meppen beheimateter Menschen ist.

Christian Hüser vom Freiwilligenzentrum moderierte ein abwechslungsreiches Programm, das hunderte Besucher vor die Bühne auf den Marktplatz lockte. Die Tanzgruppe „Tala“ des philippinischen Vereins begeisterte die Zuschauer ebenso wie die kurdischen Volkstänze der Gruppe „Koma Kurdistan“. Orientalische Tanzeinlagen von „Talora“ sowie ein Auftritt der Tanzschule „Tanzbogen“ ernteten viel Beifall. Gesang gab es von Jonas Egbers, einem russischen Frauenchor und Maren Winkler. Die Kinder freuten sich über einen gemeinsamen Auftritt von Christan Hüser, Rosa Lotta und den Tanzkids von „ElvisB“. Die Zirkusschule Michel gewann das Publikum mit einer akrobatischen Aufführung für sich. Geschmückte Fahrräder und Nana-Figuren wurden für einen guten Zweck versteigert.

Wer mehr über die in Meppen beheimateten Menschen mit einem Migrationshintergrund und deren Kulturen erfahren wollte, konnte sich an den Ständen der Migranten- und Kulturvereine informieren, Spezialitäten aus mehreren Ländern probieren und mit den ehrenamtlichen Helfern ins Gespräch kommen. So bot der Verein „Tala“ philippinische Speisen an und sammelte Spenden für junge Menschen, die mit dem Geld beim Studium in den Philippinen unterstützt werden. Gerichte aus Afghanistan, Marokko, Libanon oder Syrien gab es beim Verein „Zusammenkunft der Kulturen in Meppen“. Vereinsvorsitzender Mohamed Al Aswad freute sich über die große Resonanz aus der Meppener Bevölkerung und erklärte: „Wir möchten mit dem Essen eine schöne Atmosphäre schaffen und mit den Menschen sprechen. Unser Verein will zwischen den Kulturen vermitteln und aufklären.“ Der interkulturelle Dialog sei sehr wichtig, um Vorurteile abzubauen. Dafür biete das Fest in Meppen eine sehr gute Plattform, so Al Aswad.

Soziale Verbände, Kirchen und Hilfsorganisationen waren vertreten. Kinder durften bei der Diakonie Taschen bemalen und sich beim Bungee-Run des Kreissportbundes sportlich betätigen. Feuerwehr, THW, DRK und Polizei hatten Informationsstände aufgebaut. Die Zirkusschule Michel zeigte den jungen Besuchern auf einer großen Luftmatte akrobatische Übungen und lud zu Mitmachen ein.

Wie wichtig das Fest der Kulturen in Meppen angesichts der derzeitigen Stimmung gegenüber ausländischen Mitbürgern in einigen Teilen Deutschlands ist, machte Sänger Jonas Egbers bei seinem Auftritt vor einer großen Zuschauermenge deutlich. „Ich finde es einfach nur toll, dass so viele Leute hinter diesem Fest stehen. Hier in Meppen solidarisieren wir uns. Wir sind mehr!“, sagte der Sänger unter Beifall des Publikums.


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