Zurück im Emsland Annette Zitzelsberger leitet die Paul-Gerhardt-Schule

Von Heinrich Schepers

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Meppen. Die Paul-Gerhardt-Schule hat eine neue Schulleiterin. Annette Zitzelsberger ist nach einer Probezeit offiziell ins Amt eingeführt worden.

Jan Heinemann, Dezernent der Landesschulbehörde, überreichte Zitzelsberger die Ernennungsurkunde und gratulierte ihr zu ihrer neuen Tätigkeit. Zitzelsbergers beruflicher Werdegang sei eine „hervorragende Grundlage“ für die Übernahme dieses Amtes, sagte er. Die gebürtige Emsländerin sei nach dem Abitur in Haselünne nach Osnabrück gegangen und habe dort Sozialpädagogik studiert. Nach einem Berufsanerkennungsjahr im Emsland habe sie im Jahr 1990 in Hildesheim das Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen in den Fächern Deutsch, katholische Religion und Musik aufgenommen.

Dem Referendariat an der Meppener Johannes-Gutenberg-Schule schlossen sich langjährige Tätigkeiten als Lehrerin in Gummersbach und Hennef in Nordrhein-Westfalen an. Der Dezernent lobte Zitzelsbergers großes Interesse an Aus- und Weiterbildungen und ihr Engagement als Autorin von Schulbüchern sowie in der Lehrerausbildung.

„Auch etwas streng“

Petra Beyer beglückwünschte als Vertreterin des Lehrerkollegiums die neue Schulleiterin zu ihrer offiziellen Ernennung. Beyer nutze die Gelegenheit, um Zitzelsberger die Wünsche und Erwartungen der Lehrerschaft und der Schüler mitzuteilen. Dazu habe sie zuerst die Kinder befragt. „Die Kinder meinten, die neue Schulleiterin soll vor allem lieb, aber auch etwas streng sein“, teilte Beyer mit. Sie solle den Kindern helfen, gerecht sein und Spaß verstehen. „Außerdem wäre es nicht schlecht, wenn sie schlau wäre und morgens immer pünktlich ist“, zitierte Beyer die Erwartungen der Kinder. Die Wünsche des Kollegiums seien etwas komplexer: „Wir wünschen uns eine gute Organisation, damit der Schulalltag reibungslos abläuft“, sagte Beyer. Ein gut funktionierender Ganztag sei wichtig, „wo die Pädagogik noch nicht gänzlich vom Budget gekillt wird“. Sie hoffe auf ein „gutes Händchen für Entscheidungen“ und auf Geduld mit Kindern, Eltern und Kollegen.

„Sie haben überzeugt“

„Sie haben mit Ihrer Bewerbung überzeugt und in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Sie die Richtige für dieses Amt sind“, sagte Meppens stellvertretender Bürgermeister Jochen Hilckmann. Er versprach Zitzelsberger, dass die Stadt Meppen als Schulträger ihr „gemäß ihrer Möglichkeiten und Mittel“ zu Seite stehen werde. Die besten Wünsche für das neue Amt überbrachte Sabine Nolte in Vertretung des Meppener Schulverbundes. Sie wünschte Zitzelsberger für ihre neue Stelle Freude, Kraft und Mut. Dem schloss sich Elternvertreter Stefan Loványi an.

Für Unterhaltung sorgten die Schüler der ersten bis vierten Klassen, die mit originellen Gesangsdarbietungen und Gedichten ihre neue Schulleiterin „herzlich Willkommen“ hießen. Begleitet von guten Ratschlägen überreichten die Kinder Zitzelsberger kleinen Geschenke, mit denen eine Schultüte gefüllt wurde.

Zitzelsberger dankte Gastrednern und Schülern. Nach 22 Jahren als Lehrerin in Nordrhein-Westfalen, habe es sie zurück ins Emsland gezogen. Als sie im Schulverwaltungsblatt die Stellenausschreibung für die Paul-Gerhardt-Schule, gesehen habe, habe sie nicht gezögert und sich gleich beworben. Die Schule habe ein überzeugendes pädagogisches Konzept mit dem offenen Ganztagsangebot, dem christlich-humanistischen Menschenbild und den vielen Projekten und Methodenkonzepten. „Ich wusste gleich, da will ich hin. Nach Meppen, das heißt für mich: back to the roots“, sagte Zitzelsberger. Sie dankte dem Kollegium für die „tolle Unterstützung“ in der Probezeit.


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