3,57 Millionen Euro zusätzlich Schnelles Internet für weitere 1186 Emsländer

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Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Vertreter des Landkreises und der Firmen machten sich vor Ort ein Bild. Foto: Hermann-Josef MammesDer Breitbandausbau im Emsland geht voran. Vertreter des Landkreises und der Firmen machten sich vor Ort ein Bild. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Während die Landesregierung noch darüber nachdenkt, Niedersachsen bis 2025 zum Gigabit-Land ausbauen zu wollen, rollen im Emsland vielerorts längst die Bagger für den Breitbandausbau. Bis Herbst 2019 sollen fast alle Haushalte versorgt sein.

Am Donnerstag trafen sich Vertreter des Landkreises sowie von innogy und Westnetz auf einer Baustelle  in Apeldorn bei Meppen. Dort, wo noch eine alte oberirdische Kupferleitung steht, erhalten die Anwohner leistungsstarkes Glasfaserkabel. 


Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Hier in Meppen-Apeldorn wird Glasfaser verlegt. Die oberirdische Kupferleitung verschwindet später. Foto: Hermann-Josef Mammes



Innogy ist für den Ausbau in den Projektgebieten des mittleren und südlichen Emslandes zuständig. Wie Regionalleiter Ludger Brüffer sagte, "treiben 120 Tiefbau- und Montagekolonnen den Breitbandausbau im Emsland voran". Landrat Winter bestätigte: "Es wird zurzeit fast überall im Landkreis gebaut." Wie Kreisdezernent Michael Steffens unserer Redaktion sagte, führte eine intensive Analyse seiner Mitarbeiters Simon Göhler dazu, dass "weitere unversorgte Adressen identifiziert" werden konnten 


Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Foto: Hermann-Josef Mammes


So sah das 60-Millionen-Euro-Programm des Landkreises bislang vor dass innogy im mittleren und südlichen Emsland sowie Telekom Deutschland im Norden insgesamt 3500 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Von den 16.000 unversorgten Adressen (Stand 2017) sollten bislang kreisweit 14.286 Adressen einen leistungsfähigen Breitbandanschluss erhalten. Davon versorgt die Westnetz im Auftrag von innogy TelNet allein im mittleren und südlichen Emsland rund 9000 Hausanschlüsse mit Glasfaser. Im nördlichen Emsland gibt es eine gemischte Lösung. Einige erhalten Glasfaser andere Kupferleitungen. 


Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Hier verlegt ein Arbeiter Glasfaserkabel in Meppen-Apeldorn. Foto: Hermann-Josef Mammes


Jetzt will der Landkreis jedoch noch einmal 3,57 Millionen Euro in die Hand nehmen, um weitere 1.186 unterversorgte Adressen in den Altkreisen Meppen und Lingen Glasfahrer bis ins Haus zu legen. Der Kreisausschuss hat diesem zusätzlichen Auftrag bereits zugestimmt. Dabei hofft der Landkreis auf öffentliche Fördergelder des Bundes und Landes. Allein im mittleren Kreisgebiet  erhalten 18 Schulen und weitere 702 Haushalte einen Gigabit-Anschluss e. Hierfür werden noch einmal 45 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Im südlichen Emsland profitieren 484 Haushalte und eine Schule. Hier werden im Boden 35 zusätzliche Kilometer an Glasfaserkabel verlegt. "Wir werden die Bürger schriftlich über den Ausbau informieren", sagte innogy-Sprecher Brüffer. 


Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Foto: Hermann-Josef Mammes


Der Neuauftrag wurde in das bisherige Förderprojekt integriert. "Ansonsten hätten wir zu einem späteren Zeitpunkt Leitungen erneut freilegen und verstärken müssen. Das wäre viel teurer geworden", sagte Landrat Winter. 

Nach der Maßnahme gibt es dann im mittleren und südlichen Emsland nur noch rund 800 weiße Flächen, das sind Haushalte mit einem Anschluss von weniger als 30 Mbit/s. 


Der Breitbandausbau im Emsland geht voran. Foto: Hermann-Josef Mammes


Winter ergänzte, dass im nördliche Emsland 39 unterversorgte Schulen ebenfalls einen Glasfaseranschluss erhalten. Ziel sei es, alle  Betriebe aber auch Schulen zu versorgen. Dies sei ein wichtige "zukunftsfähige Grundlage für die Schulen im Landkreis". Zudem wurde mit der Telekom Deutschland vereinbart, auch eine Analyse für das nördliche Emsland durchzuführen, um weitere unterversorgte Anschlüsse aufzuspähen. 

Mit Blick auf die aktuellen Baumaßnahme forderte Brüffer die Hausbesitzer auf, die Chance zu ergreifen: "Nur mit der unterschriebenen Einverständniserklärung der Hausbesitzer kann während  der Leitungsverlegung in der Straße das Glasfaserkabel kostenfrei bis ins Haus gelegt werden." Im Anschluss können Bewohner mit einem Produktvertrag auch das schnelle Internet nutzen. Erst mit dem Vertragsbeginn fielen Kosten an. 

Weitere Informationen unter Telefon 05902/5021204 sowie E-Mail: glasfaserausbau-nord@innogy.com.


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