Hermann Liening engagiert sich Meppener pflanzt Bäume für ein grünes Israel

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Die Begrünung Israels ist Hermann Liening (l.) wichtig. Das Foto zeigt ihn beim Pflanzen eines Baumes im Jahr 2014. Foto: Keren Lehmann/JNF e.V.Die Begrünung Israels ist Hermann Liening (l.) wichtig. Das Foto zeigt ihn beim Pflanzen eines Baumes im Jahr 2014. Foto: Keren Lehmann/JNF e.V.

Meppen. Der Staat Israel hat in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert. Dem Meppener Hermann Liening liegt das Land sehr am Herzen – zum wiederholten Mal hat er es besucht und Bäume gepflanzt – „für ein grünes Israel.“

Liening ist pensionierter Lehrer und Ehrenvorsitzender des Naturschutzbundes Emsland Mitte. Für den NABU hat er sich Jahrzehnte lang für die Natur im Emsland engagiert, daneben aber eben auch in Israel.

„Denn was oftmals untergeht: Israel besteht zu großen Teilen aus Wüste, muss aber immer mehr Menschen einen Ort zum Leben bieten“, sagt Liening. Deshalb kümmere sich der 1901 gegründete Jüdische Nationalfonds als gemeinnützige Organisation und größter Umweltschutzverband in Israel um die Wiederbegrünung des Landes. Mehr als 240 Millionen Bäume hat der Verein mit Unterstützung unter anderem einer Schwesterorganisation aus Deutschland bereits gepflanzt – ein paar davon hat Hermann Liening in den vergangenen Jahren gesetzt.

Mehrfach war er in Israel, zuletzt im Frühjahr 2018. Die Bevölkerung Israels sei seit seiner Gründung vor 70 Jahren von 800.000 auf 8,5 Millionen Menschen gestiegen, sagt der Meppener. Mehrfach sei er bereits dort gewesen – wegen des Naturschutzes, aber vor allem wegen der unfassbaren Verbrechen, die Deutschland an den Juden begangen hat. Er wolle einen bescheidenen Beitrag zur Völkerverständigung leisten, sagt Liening.

Auch deshalb wirbt er für die Arbeit des Jüdischen Nationalfonds, der nicht nur Bäume pflanzt, sondern hat auch rund 175 Wasserreservoire angelegt und somit Landwirtschaft ermöglicht oder Flüsse renaturiert hat. Das Pflanzen der Bäume entspricht dabei einer alten biblischen Tradition und auch einige Prominente haben sich daran beteiligt, so einige deutsche Bundespräsidenten und Kanzler oder Künstler wie Kirk und Michael Douglas oder Marc Chagall. Auch die aus Lathen stammende Holocaust-Überlebende Erna de Vries wirbt für die Baumpflanzungen durch den Nationalfonds und sammelt Geld dafür.

Hermann Liening hält die Urkunden, die er für die Pflanzungen erhielt, in Ehren. Wer nicht selbst nach Israel fahren möchte, kann den Baum gegen eine Spende dort auch pflanzen lassen.


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