Kampf gegen Krebserkrankung Verein VHL bekommt Spende für Selbsthilfearbeit

Von Matthias Engelken

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3000 Euro von Barmer Regionalgeschäftsführer Ralf Kröger (l.) erhielt jetzt Gerhard Alsmeier für den Verein VHL. Foto: Engelken3000 Euro von Barmer Regionalgeschäftsführer Ralf Kröger (l.) erhielt jetzt Gerhard Alsmeier für den Verein VHL. Foto: Engelken

Meppen. Mit einer Spende von 3000 Euro unterstützt die Barmer Krankenkasse den Verein VHL der von der Von-Hippel-Lindau-Erkrankung Betroffenen.

Der Verein ist deutschlandweit aktiv. Vorsitzender Georg Alsmeier aus Meppen ist seit seiner Jugend von der Krankheit betroffen. Etwa 1500 Menschen in Deutschland leiden ebenso an der seltenen erblichen Krebserkrankung. Dabei können unterschiedliche Organe befallen werden. Am häufigsten sind die Augen, das Kleinhirn und Rückenmark, die Nieren und Nebennieren sowie die Bauchspeicheldrüse betroffen. 1999 gründete Alsmeier den Selbsthilfeverein, wurde später für sein Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Jetzt plant der 56-Jährige im Oktober ein Treffen junger Erwachsener in Frankfurt. „Wir wollen jungen, betroffenen Menschen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen und um sich näher kennenzulernen“, erläutert Alsmeier. Für Barmer-Regionalgeschäftsführer Ralf Kröger ist die Spende zur Finanzierung des Treffens eine Herzensangelegenheit. So sei die Selbsthilfe ein wichtiger Bestandteil bei der Krankheitsbewältigung. Gerade für Betroffene mit seltenen oder sehr langen Erkrankungen sei es sehr schwierig, verständnisvolle Gesprächspartner außerhalb der Familien zu finden. „Wir wollen mit unserer Unterstützung den Austausch fördern und den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich Informationen über die Erkrankung einzuholen aber auch über psycho-soziale Themen, die in dem Alter ebenfalls auftreten wie Kinderwunsch, Versicherungen oder Schwerbehinderung zu diskutieren“, sagt Kröger.

Bei Alsmeier wurden bereits im Kindesalter Tumore entdeckt. Später verlor der Meppener eine Niere; seine Sehkraft verschlechterte sich rasant. „Es ist unheimlich wichtig, dass man weiß, welche Spezialisten in Deutschland in der Lage sind, auch sofort die nötigen Schritte einzuleiten“, erklärt Alsmeier, der in einer Klinik lange falsch behandelt wurde, bis ein Assistenzarzt des Hauses ihm den Tipp gab, in ein anderes Krankenhaus zu wechseln. Jetzt möchte er präventiv arbeiten, um solche Situationen zu vermeiden. Zudem möchte er Betroffene motivieren, nicht zu resignieren. „Jedes Jahr steht für Betroffene eine ärztliche Untersuchung an, ob sich neue Tumore gebildet haben. Die Angst vor einem Befund ist immens“, erzählt der Meppener aus seiner Erfahrung. Hier möchte er Betroffene unterstützen. Dafür sei das Geld gut angelegt, denn mit der finanziellen Unterstützung könnten externe Referenten eingeladen werden.

Informationen zur Erkrankung gibt es auf www.hippel-lindau.de.


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