Treffpunkt für die Siedlung Neues Gemeindehaus für Kirchengemeinde St. Ansgar Twist

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Durch einen Neubau soll das Gemeindehaus St. Ansgar ersetzt werden. Foto: Manfred FickersDurch einen Neubau soll das Gemeindehaus St. Ansgar ersetzt werden. Foto: Manfred Fickers

Twist. Das Gemeindehaus an der St. Ansgar Kirche in Twist-Siedlung muss durch einen Neubau ersetzt werden.

Die ältesten Teile des ehemaligen Pfarrhauses mit Pfarrheim neben der St. Ansgar-Kirche sind mehr als 50 Jahre alt. Der jüngste Anbau ist 1979 errichtet worden. Es ist nicht nur die nicht mehr heutigen Anforderungen entsprechende Raumaufteilung, die Grund für das Neubauvorhaben ist. Die Sanitärräume müssen saniert werden, es gibt kein Behinderten-WC, das Gebäude ist nicht in allen Teilen barrierefrei, das Dach ist unzureichend gedämmt und die Querlüftung unter dem Flachdach funktioniert nicht. Eine fachtechnische Untersuchung habe ergeben, dass ein Neubau günstiger als eine Sanierung ist, teilte Fachbereichsleiter Peter Liedtke im Ausschuss für Generationen und Ehrenamt mit.

Die Kirchengemeinde St. Ansgar schlägt vor, das neue Gebäude als Mehrgenerationenhaus zu gestalten. Denn das Ansgarheim sei ein konfessionsübergreifender Treffpunkt für alle Bevölkerungsgruppen geworden. Neben kirchlichen Gruppen treffen sich hier der Freundeskreis Emsland, der Initiativkreis für Behindertenarbeit, die Seniorentanzgruppe, das Netzwerk Flüchtlingsbetreuung und der Arbeitskreis Menschen in Not. Der Caritasverband bietet hier Betreuungsstunden für Pflegebedürftige an, zählte Liedtke auf. 

Der Entwurf für den Neubau wurde vorgestellt. Bewegliche Trennwände machen eine flexible Nutzung für Veranstaltungen möglich. Vorgesehen ist ein separater Raum für die offene Jugendarbeit, so wie es die Initiative "Sei ein Mitmischer" vorgeschlagen hat. Für den Bau dieses Jugendraums hat die Kirchengemeinde einen Zuschuss beantragt. Stimmt der Gemeinderat zu, wäre die Gemeinde Twist mit bis zu 200.000 Euro an den Baukosten von 1.115.000 Euro beteiligt.

Beate Reinert (CDU) sagte, das Ansgarheim habe längst die Funktion eines Gemeinschaftshauses für die 2600 Einwohner der Siedlung übernommen. Der Jugendraum im Keller sei inzwischen gesperrt, weil Notausgänge fehlen und er nicht barrierefrei zugänglich ist. Sie sprach sich für einen Zuschuss aus. Ebenso Bernd Kötting, der darauf hinwies, dass die Wählergemeinschaft Twist schon lange die Förderung der offenenen Jugendarbeit fordert. Anna van der Stad (SPD) wies auf einen weiteren Vorteil hin. Da das neue Gebäude in größerem Abstand zur Kinderkrippe und dem Kindergarten St. Ansgar errichtet wird, sei eine Ausweitung der Spielplatzes möglich.

Kinderkrippe in Rühlerfeld

Vorgestellt wurden Entwürfe für die Ergänzung des Kindergartens St. Hermann-Josef in Rühlerfeld um eine Krippengruppe. Zwar sei aktuelle der Bedarf gedeckt, aber nur aufgrund von Provisorien und einer Ausnahmegenehmigung des Landes, erklärte Peter Liedtke. Dadurch gewinne man Zeit, um bis zum 1. August 2020 die Kindertagesstätte zu erweitern. Stefan Aehlen (CDU) sagte, das Vorhaben sei ein weiterer Baustein bei der Ausweitung des Betreuungsangebots. Anna van der Stad ist erfreut, dass durch die provisorische Lösung Zeit für eine gründliche Planung gewonnen wird. Bürgermeister Ernst Schmitz wies darauf hin, dass wegen des Einzugsgebiets, dass neben Rühlermoor und Rühlertwist auch den Meppener Stadtteil Rühle umfasst, neben dem Bistum Osnabrück, Bund und Land, dem Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Twist auch die Stadt Meppen einen Anteil der auf 737.372 Euro berechneten Baukosten tragen wird.


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