Typisierungsaktion am Sonntag Mathildas Helfer sammeln in Geeste über 25.000 Euro

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Über 3600 Menschen sind dem Aufruf gefolgt und haben sich als mögliche Stammzellenspender für Mathilda registrieren lassen. Foto: Ann-Christin FischerÜber 3600 Menschen sind dem Aufruf gefolgt und haben sich als mögliche Stammzellenspender für Mathilda registrieren lassen. Foto: Ann-Christin Fischer

Geeste. Bei der Typisierungsaktion für die vierjährige Mathilda ist ein großer Spendenbetrag zusammengekommen. Über 25.000 Euro spendeten die Teilnehmer für die DKMS, den gemeinnützigen Verein Flugkraft und andere beteiligte Vereine.

"Es war emotional einfach Wahnsinn für alle im Familien- Freundes- und Bekanntenkreis", sagt Christian Schwindeler. Er ist Onkel der kleinen Mathilda, die zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben gegen den Krebs kämpft. Außerdem organisierte Schwindeler zusammen mit weiteren Mitgliedern der Familie und des Freundeskreises die Typisierungsaktion der DKMS. 

Über 3600 neue Spender

Am Wochenende zählte man in der Turnhalle in Geeste noch 2439 neu registrierte mögliche Stammzellenspender. Ein paar Tage später muss diese Zahl korrigiert werden. "Einer wurde bei der Zählung unterschlagen. Dann haben sich über Vereine wie Flugkraft noch 232 weitere Spender registrieren lassen und mit den Leuten, die sich das Spenderset nach Hause haben schicken lassen sind wir bei 3672 Leuten seit dem Aufruf", berichtet Schwindeler. Die Emsländer nehmen offenbar großen Anteil am Schicksal des leukämiekranken Mädchens. (Weiterlesen: Zur Typisierung gehen: „Für Mathilda kann es alles bedeuten“)

Die kleine Mathilda aus Geeste kämpft zum zweiten Mal gegen die Leukämie. Foto: Familie

Doch die Leute haben sich nicht nur registrieren lassen, um Mathilda womöglich zu helfen, sie unterstützen die Vereine auch finanziell. Alle beteiligten Vereine konnten ihre Spendendosen aufstellen. Und die Leute spendeten. Die genaue Zahl sei noch nicht bekannt aber es seien über 25.000 Euro zusammengekommen, sagt Christian Schwindeler. (Weiterlesen: Emsländerin rettet Briten mit Stammzellen das Leben)

Fleißige Helfer

Doch nicht nur davon zeigte er sich beeindruckt. Auch die Bereitschaft der eingespannten Helfer sei extrem hoch gewesen, berichtete der Mitorganisator. "Wir hätten von den Helfern eigentlich eine Kapazität von 1500 Leuten gehabt. Wir waren also fast 1000 Leute über unseren Möglichkeiten. Die Helfer sind da wirklich an ihre Grenzen gegangen und haben malocht. Davor ziehe ich den Hut." Begeistert von der Spenden- und Hilfsbereitschaft der Menschen, sagt Schwindeler: "Das sind halt die Emsländer."

Ob ein möglicher Spender für Mathilda gefunden wurde, steht noch nicht fest. "Die Proben sind jetzt im Labor, die Auswertung dauert vier bis sechs Wochen", erklärt Schwindeler. "Erst im Nachgang werden wir informiert, ob ein Lebensretter dabei war." Eines ist sicher: die Organisatoren, die Helfer und die nun registrierten möglichen Spender haben ihr Bestes gegeben.

Weiterlesen: So war es auf der Typisierungsaktion für Mathilda


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