Deutsches Sprachdiplom-Schule Prädikat für das Windthorst-Gymnasium Meppen

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Die Urkunden präsentieren der stellvertretende Schulleiter Michael Schmitt, Leen Chraih, Maher Almoussa und Johanna Grote zusammen mit  DSD-Lehrerin Fadwa Atrash. Foto: Sarah Castillo/WindthorstgymnasiumDie Urkunden präsentieren der stellvertretende Schulleiter Michael Schmitt, Leen Chraih, Maher Almoussa und Johanna Grote zusammen mit DSD-Lehrerin Fadwa Atrash. Foto: Sarah Castillo/Windthorstgymnasium

Meppen. Das Windthorst-Gymnasium Meppen hat das Prädikat Deutsches Sprachdiplom-Schule (DSD-Schule) erworben und freut sich im Schuljahr 2017/2018 über die erfolgreiche Teilnahme an der DSD-Prüfung I ihrer Schüler.

Zunächst ließen sich Fadwa Atrash und Sarah Castillo durch die Fortbildung der Kultusministerkonferenz zu DSD-Lehrkräften ausbilden. Dies ermöglichte den zugewanderten Schülern Leen Chraih (Klasse 9) und Maher Almoussa (Klasse 9) sowie der schwedischen Gastschülerin Johanna Grote (Klasse 10) die international anerkannte und weltweit stattfindende Prüfung zum Erwerb des Deutschen Sprachdiploms auf dem Niveau B1 am WGM abzulegen. Zunächst mussten die Bewerber ihre Fähigkeiten in den Kompetenzbereichen Leseverstehen, Hörverstehen und schriftliche Kommunikation unter Beweis stellen. Dann folgte die mündliche Prüfung unter der Leitung einer externen Prüfungsvorsitzenden, die durch das Kultusministerium benannt wurde. In den mündlichen Prüfungen haben Leen, Maher und Johanna im ersten Prüfungsteil eine selbsterstellte Präsentation über ihr Land und ihre Hobbies vorgestellt; der zweite Prüfungsteil umfasste ein Prüfungsgespräch, in dem die Schüler ihre Sprachkenntnisse spontan und flexibel anwenden mussten. Während das Ergebnis der mündlichen Kommunikation den Prüflingen direkt im Anschluss der Prüfung mitgeteilt wurde, erfuhren die Prüflinge erst zehn Wochen nach der schriftlichen Überprüfung das Gesamtergebnis ihrer DSD-Prüfung.

Das WGM nahm an der Feier zur Übergabe der Sprachdiplome in Hannover teil, die durch die Programmleiterin des DSD in Niedersachsen, Helen Fürniß, moderiert wurde. Dabei bildete die Übergabe der Sprachdiplome an die DSD-Schüler durch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, den Höhepunkt dieser Feierstunde. Es wurde aber die Arbeit der DSD-Lehrkräfte gewürdigt und die neuen DSD-Lehrer erhielten feierlich eine Bescheinigung über die Prüferqualifizierung vom Niedersächsischen Kultusministerium. Im vergangenen Schuljahr haben 347 Schülerinnen und Schüler erfolgreich DSD I an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen absolviert.

Bedingungen für die Teilnahme sind ein Mindestalter von 14 Jahren, ein maximaler Aufenthalt in Deutschland von bis zu drei Jahren und die Prüflinge sollten mindestens ein Jahr Deutschunterricht gehabt haben. Das Diplom bedeutet nicht nur den Nachweis grundlegender Deutschkenntnisse und gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland, sondern bietet diesen Schülern auch bessere Chancen bei der Bewerbung für Ausbildungsplätze; des Weiteren können Asylverfahren dadurch positiv beeinflusst werden und das Diplom kann bei Bewerbungen im Ausland ebenfalls von Nutzen sein.

Die DSD-Schulen selbst können durch solche Prüfungen die Qualität des Unterrichts „Deutsch als Zweitsprache“ sichern und die Integration der zugewanderten Schüler in den Regelunterricht deutlich erleichtern.


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