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24.08.2018, 16:22 Uhr ZEITVERZÖGERUNGEN DROHEN

E 233 in Meppen: Erstes Etappenziel erreicht

Kommentar von Hermann-Josef Mammes

Mit vier großen Werbetafeln wie hier bei Versen, weist der Förderverein Pro E 233 auf die Vorteile des vierspurigen Ausbaus der Europastraße hin. Foto: Hermann-Josef MammesMit vier großen Werbetafeln wie hier bei Versen, weist der Förderverein Pro E 233 auf die Vorteile des vierspurigen Ausbaus der Europastraße hin. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Mit dem Startschuss zum Planfeststellungsverfahren für den ersten von acht Bauabschnitten einer vierspurigen Europastraße 233 von Meppen nach Emstek haben die Planer ein erstes wichtiges Etappenziel erreicht.

Mehr aber auch nicht: Denn es herrscht leider noch längst keine Rechtsklarheit. Vor dem tatsächlichen Ausbau des ersten Abschnittes der Bundesstraße 402 (E 233) von der Emslandautobahn A 31 bei Meppen-Versen bis zur Anschlussstelle an der Bundesstraße 70 in Meppen müssen die Verantwortlichen vermutlich noch viele Brocken aus dem Wege räumen. Dabei hatte der Landkreis Emsland seine Hausaufgaben frühzeitig erledigt. Bereits im Mai 2015 hatten der Landrat und seine Ingenieure die Entwurfsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren an Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies übergeben.

Viele Änderungswünsche

Damals versprach Minister Lies den Emsländern und Cloppenburgern großspurig: „Wir werden das Projekt jetzt intensiv weiter vorantreiben.“ Es folgten jedoch viele Nachbesserungswünsche der übergeordneten Behörden. Immer wieder musste der Landkreis neue Änderungen einarbeiten. So zogen noch einmal über drei Jahre ins Land.

Druck nimmt zu

Das lässt mit Blick auf die sieben noch ausstehenden Bauabschnitte weitere größere Zeitverzögerungen befürchten. Gleichzeitig dürfte sich jedoch mit jedem realisierten Bauabschnitt der Druck auf die Genehmigungsbehörde erhöhen. Diese Trumpfkarte kann der Landkreis Emsland ausspielen. Bei der Emslandautobahn (A 31) war die drohende langjährige Lücke ein wichtiges Argument und führte mit dazu, dass die Realisierung entgegen den Planungen der übergeordneten Straßenbehörden plötzlich richtig Fahrt aufnahm und der Lückenschluss erfolgte. Vor dem Hintergrund der wachsenden Verkehrsbelastungen auf der E 233 muss ein baldiger vierspuriger Ausbau höchste Priorität besitzen - und zwar auf allen Behördenebenen.


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