1500 Quadratmeter Lebensraum Umweltbildungsstation am Kreishaus Meppen vorgestellt

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Meppen. Der Landkreis Emsland hat eine Umweltbildungsstation am Kreishaus in Meppen errichtet. Sie soll den Menschen Natur und Landschaft näher bringen.

Denn wer weiß schon noch, welche Libellen an und in einem Teich vorkommen, warum Sand viel wertvoller, weil artenreicher ist, als gedacht oder warum Bienen so wichtig für das Überleben auch der Menschen sind? Auf 1500 Quadratmetern ist zumindest ein Teil der typischen Lebensräume des Emslandes in mehreren Teilbiotopen nachempfunden worden. Ein Weg führt durch eine Blumenwiese zu acht Stationen, die interaktiv Wissen vermitteln und auch zeigen sollen, was man selbst in seinem Garten für die Natur tun kann.

Bei der offiziellen Vorstellung der Bildungsstation waren einige Gäste dabei, unter anderem Kinder der Paul-Gerhard-Schule aus Meppen, die in den vergangenen Wochen beim Pflanzen von Ostbäumen und Sträuchern geholfen hatten. Auch 14 Teilnehmer eines internationalen Jugend-Workcamps hatten geholfen.

Landrat Reinhard Winter dankte ihnen sowie einigen weiteren Beteiligten für ihren Einsatz. So stelle der Landkreis Emsland Grund und Boden, die Naturschutzstiftung, vertreten durch deren Vorsitzenden Bernhard van der Ahe, sorgte für die Finanzierung, die Emsländische Service-Agentur für Beschäftigung (ESBA, Gerd Gels) half bei den Holzarbeiten und das Harener Bienenzentrum Imme (Hermann Hüsers, Antonia Weiner) betreut ein kleines Bienenvolk, das in einem Schaubienenstand untergebracht wurde.

Viele Helfer

Erdacht und konzipiert wurde der Lehrpfad von Maike Hoberg und den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde. Hoberg leitet das Hotspot-Projekt Wege zur Vielfald – „Lebensadern auf Sand“ und hat bei der Auswahl der Lebensräume Wert darauf gelegt, den Charakter des Emslandes abzubilden. Deshalb ist eine große Blumenwiese auf Sandboden entstanden - Sand ist der typische Untergrund der Region. Hoberg dankte allen Beteiligten, darunter auch den ausführenden Firmen, für echte Teamarbeit. „Wir haben einige Dinge neu entwickelt und haben zum Teil improvisiert. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Das sahen auch Landrat Winter und Kreisdezernent Dirk Kopmeyer so. Unter anderem könne man in vier Büchern erfahren, warum Wildblumen so wichtig seien als Nahrungsquelle für Insekten, man finde Rezepte zum Kochen mit Wildkräutern oder ein Sandbildpuzzle. Am neuen Teich zeigen Informationswürfel, welche Wassertiere dort in Zukunft zu finden sein werden.

Noch allerdings ist die Umweltbildungsstation nicht perfekt. Denn die außergewöhnliche Trockenheit hat dafür gesorgt, dass nicht alle Aussaaten so gelungen sind, wie erhofft. „Wir warten noch ein wenig ab“, sagte Bernhard van der Ahe. „Zur Not wird noch mal nachgesät.“

Die Umweltbildungsstation steht ab sofort allen Bürgern zum Besuch offen - allerdings ohne das Wildkräuterbuffet, das Maike Hoberg und Kollegen . Eine Führung bietet Maike Hoberg am Dienstag, dem 28. August von 14 bis 16 Uhr an.


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