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17.08.2018, 18:04 Uhr GEMEINSAM STÄRKE DEMONSTRIEREN

Betriebsrat kämpft für Petcura in Meppen

Kommentar von Hermann-Josef Mammes

Die Firma Petcura in Meppen produziert Tierfutter für die Tönnies-Unternehmensgruppe. Foto: Hermann-Josef MammesDie Firma Petcura in Meppen produziert Tierfutter für die Tönnies-Unternehmensgruppe. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Das Beispiel der Entlassungen bei der Tierfutterfabrik Petcura in Meppen zeigt deutlich, dass auch große Unternehmen immer mehr auf günstige Arbeitskräfte setzen.

Leiharbeitsfirmen sind in den vergangenen 20 Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dabei besitzen deren Mitarbeiter oft weniger Rechte und verdienen zudem meistens weniger Geld. Oftmals üben sie dieselben Tätigkeiten aus, wie Festangestellte der Firmen, die dafür aber besser honoriert werden. Es gibt sogar Fälle, wo Leiharbeiter über Jahre an ein und dasselbe Unternehmen verliehen werden. Bei der Entgeltung haben sie aber das Nachsehen.

Betriebsräte wichtig

Einige Arbeitgeber versuchen, den Einfluss der Betriebsräte bzw. der Gewerkschaften zu schwächen. Auch dies ist leider bei Petcura der Fall. Dabei zeigt aktuell nicht nur der Stellenabbau bei der Tierfutterfabrik, sondern auch bei AERO Ems in Haren, wie wichtig gerade in Krisenzeiten ein starker Betriebsrat sein kann. Arbeitnehmer wären als Einzelkämpfer auf verlorenem Posten. Über den Betriebsrat können sie sich aber Gehör verschaffen.


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