Angebot des Kunstkreises Steinbildhauermeister begleitet Bildhauerakademie in Meppen

Von Heinrich Schepers

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Die Meppenerin Hanna Loos arbeitet an einem schlafenden Vogel. Foto: Heinrich SchepersDie Meppenerin Hanna Loos arbeitet an einem schlafenden Vogel. Foto: Heinrich Schepers

Meppen. Bei der vierwöchigen Bildhauerakademie des Kunstkreises Meppen in der Kunstschule an der Koppelschleuse hat Steinmetz- und Steinbildhauermeister Jan-Dirk Wolken aus Hamm die Teilnehmer fachkundig begleitet und sie bei der Gestaltung ihrer Werke beraten.

Eifriges Hämmern tönt durch die Remise des Kunstkreises an der Koppelschleuse in Meppen. Die Teilnehmer bearbeiten mit einem Steinmetzhammer und diversen Meißeln unterschiedliche Steinarten. Schlag um Schlag bringen sie das harte Material in die gewünschten Formen und schaffen so kleine und größere Kunstwerke. Immer mit einem fachmännischen Rat dabei ist Jan-Dirk Wolken. Er zeigt die richtige Technik und gibt Tipps zur Bearbeitung der Steine.

Der gebürtige Ostfriese ist in diesem Jahr für die Betreuung der Akademieteilnehmer zuständig. Christel Wilms und Thorsten Sieber, die die Arbeitsgruppe Bildhauerei des Meppener Kunstkreises leiten und die Bildhauerakademie organisiert haben, zeigen ist erfreut, dass Wolken ihrer Einladung gefolgt ist. „Wir sind schon vor einiger Zeit ins Gespräch gekommen und freuen uns sehr, dass er die Akademieleitung in diesem Jahr möglich machen konnte“, sagt Wilms. Wolken ist Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Von 2011 bis 2014 hat der 34-Jährige außerdem an der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster studiert.

Kunstwerke aus Stein

Derzeit arbeitet Wolken freiberuflich in Hamm, bietet individuelle Steinmetzarbeiten und Bauleistungen an und erschafft Kunstwerke aus Stein. „Mir liegt das kreative Arbeiten und ich setze mich gerne mit Natursteinen auseinander“, so Wolken. Mit seinen Meppener Akademieschülern ist der Steinmetzmeister sehr zufrieden. „Alle sind mit viel Einsatz dabei. Die Arbeit hier macht Spaß“, so Wolken.

Spaß an der Bildhauerei hat auch Hanna Loos aus Meppen, die zu den erfahrenen Teilnehmerinnen gehört. Sie besucht die Bildhauerakademie zum zehnten Mal und meißelt routiniert einen schlafenden Vogel aus einem Sandsteinblock. Ihr Werk hat sie aus Ton vormodelliert. „Das Modell ist nur ein Anhaltspunkt. Wenn man den Stein bearbeitet, entwickelt sich die Form doch immer ein wenig anders“, weiß Loos. Liselotte Fahnenbrock aus Gelsenkirchen hat ebenfalls schon des Öfteren an der Sommerakademie des Kunstkreises teilgenommen. Sie gestaltet einen Gecko als Relief und freut sich darüber, dass sie ihre Werksammlung erweitern kann.

Ehemaliger Grabstein

Anne Schwarte hat ihren Stein selbst mitgebracht. „Es ist ein ehemaliger Grabstein von einer aufgelösten Grabstelle, der jetzt eine Überarbeitung erhält“, so Schwarte. Obwohl der Stein sehr hart ist, arbeitet sie geduldig die Konturen von Häuserfassaden aus dem Material heraus. So wird aus dem ehemaligen Grabstein eine Skulptur mit einem Häuserrelief. Wenn ihr Werk fertig ist, möchte sie es in ihren Garten stellen. „Dafür gibt es schon einen Platz“, sagt Schwarte.


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