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12.08.2018, 12:02 Uhr KOMMENTAR

Emsländerin macht Mut zur Stammzellenspende

Kommentar von Carola Alge

Eine Spenderin demonstriert, wie man einen Wangenschleimhautabstrich mit Wattestäbchen ausführt. Foto: DKMSEine Spenderin demonstriert, wie man einen Wangenschleimhautabstrich mit Wattestäbchen ausführt. Foto: DKMS

Meppen. Das Schicksal der kleinen Mathilda geht vielen Menschen nahe. Es ist bei der Typisierungsaktion am 26. August in Geeste mit einem großen Andrang zu rechnen. Das ist gut so. Ein Kommentar.

Für Mathilda geht die Suche nach der Nadel im Heuhaufen weiter. Wer sich bei dieser Aktion registrieren lässt, kann aber möglicherweise nicht nur für die Vierjährige zum Lebensretter werden.

Mathildas gibt es viele – bundesweit, weltweit. Und jeder von uns kann leider schon morgen ebenfalls betroffen und auf eine Stammzellenspende angewiesen sein.

Wer eine solche einmal gemacht hat, berichtet von einem Eingriff, der vergleichsweise klein ist zu dem, was Leukämiekranke bis zur rettenden Spende mitmachen, wie viel Schmerzen sie über sich ergehen lassen müssen, wie sehr sie gegen die Krankheit kämpfen. Die „Strapazen“ einer solchen Spende sind im Verhältnis zur potenziellen Hilfe für einen anderen Menschen verschwindend gering.

Im günstigsten Fall ist die Spende mit ein paar Piksen getan. Doch auch die Knochenmarkspende aus dem Beckenkamm, wie Lydia Kölker sie machte, ist schnell vergessen. Das wunderbare Gefühl danach aber bleibt ein Leben lang, sagen zu können: Ich bin ein Lebensretter.


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