Happy End für Katzenbesitzer Kater in Meppen nach fünf Tagen von Hausdach gerettet

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Dieser Versuch, den Kater "Terror" einzufangen, schlug fehl. Foto: Harry de WinterDieser Versuch, den Kater "Terror" einzufangen, schlug fehl. Foto: Harry de Winter

Meppen. Fünf Tage lang vermisste ein Meppener seinen Kater. Der Stubentiger war auf ein Dach geklettert und saß dort fest. Ein Feuerwehreinsatz, um das Tier zu befreien, schlug am Sonntag fehl. Am Mittwoch kam es zum Happy-End – genau passend zum Weltkatzentag 2018.

Als Ingo Breßlein am Freitagmittag seine Katze, die auf den ungewöhnlichen Namen Terror getauft wurde, nach draußen ließ, ahnte er noch nicht, was für eine Odyssee auf ihn und den Kater zukommen würde. Als der Kater am Abend nicht wieder wie gewohnt vor der Haustür in Meppen-Esterfeld stand, war der 45-Jährige schon leicht beunruhigt. Doch allzu große Sorgen machte er sich zunächst noch nicht. 


Kater Terror wurde am Sontag auf dem Dach von Nachbarn entdeckt. Sie alarmierten die Feuerwehr. Foto: Matthias Brüning


Katze auf dem Dach

Den Kater sichteten am Sonntag Nachbarn von Breßlein auf dem Dach einer Mehrparteienhauses, das knapp 100 Meter von der Wohnung des Meppeners entfernt liegt. Sie alarmierten die Feuerwehr, die mit einem Leiterwagen anrückte, um das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Der Besitzer selbst war an diesem Tag nicht Zuhause und bekam von dem Einsatz in der Nachbarschaft nichts mit. Alle Versuche der Brandbekämpfer, den Kater vom Dach zu holen, schlugen fehl. Stattdessen sprang das Tier auf einen Balkon und versteckte sich dort. Der Einsatz wurde abgebrochen.


Die Fangversuche aus der Drehleiter mit Hilfe eines Keschers, die ein im Haus wohnender Angler zur Verfügung stellte, scheiterten. Foto Mathhias Brüning


Katze in der Zeitung

Am Montag las der 45-Jährige in der Meppener Tagespost von dem Rettungsversuch in seiner Nachbarschaft und erkannte seinen Kater auf den Fotos. Daraufhin machte er sich selbst auf die Suche nach seinem Stubentiger, ohne Erfolg. "Ich habe mir große Sorgen gemacht, dass Terror da oben leidet. Vor allem unter der großen Hitze und ohne Wasser", sagt Breßlein. Er machte sich Hoffnungen, dass der Kater von selbst vom Dach kommen und irgendwann wieder vor seiner Haustür stehen würde. Doch es sollte anders kommen.


Erneut rückte am Mittwoch die Feuerwehr Meppen an, um Kater Terror vom dach zu retten. Foto: Harry de Winter

Lautstarkes Mauzen

Am Mittwochmittag ging der Meppener erneut in der Nachbarschaft auf die Suche und entdecke das Tier auf dem Dach des Mehrparteienhauses. Nach kurzer Überlegung alarmierte er erneut die Feuerwehr. Neben einer Gaube in einer Dachrinne saß Terror und mauzte lautstark. Mit der Drehleiter fuhr ein Feuerwehrmann nach oben, um die Lage zu sondieren. Ein weiterer Kamerad stieg mit Kletterseilen gesichert über einen Balkon im Obergeschoss auf das Dach. "Terror" wurde aber misstrauisch und machte sich aus dem Staub. 


Über den Balkon verschafften sich die Kameraden Zugang zum Dach des Mehrparteienhauses. Foto: Harry de Winter

Besitzer fängt "Terror" 

Aufgeben wollten die sechs Einsatzkräfte der Feuerwehr Meppen aber nicht. Ein erneuter Versuch wurde gestartet. Dieses Mal auf der anderen Dachseite des Hauses, wo sich der Kater aufhielt. Mit einem Kescher wollte der Feuerwehrmann aus dem Korb der Drehleiter heraus Terror einfangen. Aber auch dieses Mal war der Kater schneller, rannte über das Dach und sprang auf einen Balkon. Glücklicherweise war der Bewohner  zuhause. Breßlein ging selbst auf den Balkon, um seine Katze einzufangen, mit Erfolg. 


Laut mauztend sitzt "Terror" in der Dachrinne. Foto: Harry de Winter

Kater droht Hausarrest

Überglücklich kam der 45-Jährige nach untern. Terror hatte er ausbruchsicher in einer Transportbox untergebracht. "Das waren fünf Tage voller Sorgen für mich", schildert Breßlein. "Jetzt bin ich wirklich erleichtert, dass der Spuk ein Ende hat." Dem schwarzen Ausreißer droht nun Hausarrest mit ganz viel Futter, Wasser und Streicheleinheiten.


Überglücklich: Ingo Breßlein hat seinen Kater Terror sicher in der Transportbox. Dem Außreißen "drohen" nun große Futterportionen und viele Streicheleinheiten. Foto: Harry de Winter


Die Kameraden der Feuerwehr Meppen freuten sich mit dem Katzenbesitzer über das Happy-End. Für sie war es ein nicht alltäglicher, aber erfolgreicher Einsatz. 


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