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10.08.2018, 12:30 Uhr KOMMENTAR

Meppenerin für DLRG an der Ostsee: Alles andere als Urlaub

Kommentar von Carola Alge

Arbeit statt Urlaub: Seit 30 Jahren macht die Meppenerin Renate Jansen Wachdienst für die DLRG an der Ostsee. Symbolfoto: Markus Scholz/dpaArbeit statt Urlaub: Seit 30 Jahren macht die Meppenerin Renate Jansen Wachdienst für die DLRG an der Ostsee. Symbolfoto: Markus Scholz/dpa

Meppen. Das Engagement von Renate Jansen ist lobenswert. Seit drei Jahrzehnten „opfert“ sie einen Teil ihres Urlaubs, um DLRG-Wachdienst an der Ostsee zu machen. Ein Kommentar.

Kellenhusen ist sicher nicht die schlechteste Adresse, um seinen (Sommer-)Urlaub zu verbringen. Davon jedoch Jahr für Jahr zwei bis drei Wochen zu „opfern“, um dort zusätzlich zum normalen Job zu arbeiten, streben die wenigsten an.

Umso lobenswerter ist das ehrenamtliche Engagement der Meppenerin Renate Jansen. Seit drei Jahrzehnten verbringt die Lehrerin dort einen Teil ihrer Ferien, um für die Sicherheit anderer zu sorgen, die in dem Ostseebad ihren Urlaub verbringen. Statt nur am Strand zu sitzen, sich bräunen zu lassen, zu relaxen und ab und zu ins kühle Nass zu springen, passt sie auf, dass andere keinen Schaden nehmen.

Küste und Meer sind eine Herausforderung für die Emsländerin und andere Ehrenamtliche des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste, die an hiesigen Gewässern so nicht bestehen. Der Wasserstand wechselt aufgrund der Gezeiten ständig zwischen Hoch- und Niedrigwasser, die Strömung ist stark, extremer Wind erschwert manchem das Schwimmen, und die Verletzungsgefahr zum Beispiel durch Quallen und Muscheln besteht ständig. Jansens Ferien„job“ ist, anders, als es „Baywatch“ & Co. vermuten lassen könnten, kein lässiger, sondern ein sehr verantwortungsvoller. Der Lohn dafür: ein Danke.


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