Ausgelassene Party Lautstarker Metal-Dreierpack im Meppener Jam

Von Bernd Fischer

„No Shelter aus Emsdetten überzeugten Death-Metal-Kenner unter anderem mit einer Coverversion von Entombeds ‚Wolverine Blues‘.“ Foto: Bernd Fischer„No Shelter aus Emsdetten überzeugten Death-Metal-Kenner unter anderem mit einer Coverversion von Entombeds ‚Wolverine Blues‘.“ Foto: Bernd Fischer

Meppen Mæntis, No Shelter und Home Reared Meat haben für Stimmung gesorgt beim Metal-Konzert im Jam in Meppen

Während zehntausende Metalfans am Samstag noch beim Wacken Open Air schwitzten, bewiesen drei Bands der härteren Gangart, dass Death Metal und Artverwandtes immer noch am besten auf kleinen Clubbühne funktionieren. Die Formationen Mæntis, No Shelter und Home Reared Meat feierten eine ausgelassene Party mit beachtlichen Dezibelzahlen.

Insbesondere No Shelter aus Emsdetten und Home Reared Meat aus Niederlangen waren bestens auf den Auftritt vorbereitet, da beide sich am Donnerstag im Vorprogramm der amerikanischen Death-Metal-Koryphäen Cannibal Corpse im Lingener Schlachthof einiges abschauen konnten. Dementsprechend motiviert eröffneten No Shelter den Abend und konnten mit ihrer knackigen Mischung aus altem Schweden-Death-Metal der Stockholmer Schule und aggressiven Hardcore-Elementen direkt überzeugen, obwohl sie ohne etatmäßigen zweiten Gitarristen angereist waren, der auf besagtem Wacken Festival weilte.

Im Anschluss wurde das Tempo von den Hildesheimern Mæntis stark gedrosselt, denn die Band spielte tonnenschweren Instrumental-Doom und Sludgecore im Zeitlupentempo, der bewies, dass musikalische Härte sich nicht zwangsläufig durch hohe Geschwindigkeit definiert. Am Schlagzeug saß übrigens der gebürtige Meppener Andy Krüßel, der vor einigen Jahren bei der Meppener Band Angry Nepis aktiv war. Mit Mæntis feierte er eine beeindruckende akustische Wiederkehr in seine Heimatstadt.

Als letzte Band waren Home Reared Meat ins Line-up gerutscht, die den Auftritt trotz terminlicher Probleme doch noch wahrnehmen konnten. Die Anhängerschaft freute es, denn als eine der kompromisslosesten emsländischen Bands zelebrierten sie zum Abschluss eine frenetische Grindcoreshow, die sich selbst nie zu ernst nahm und so trotz aller Härte für Spaß und sogar herzliche Lacher im Publikum sorgte.

Während in den letzten Monaten im Jam eher andere Musikrichtungen vorherrschten, erlebten die circa 80 Metalfans und Headbanger bei tropischen Temperaturen nach längerer Zeit mal wieder einen absolut gelungenen Abend mit härterer Musik. Das Konzertprogramm im Jam wird ab September mit einem abwechslungsreichen Programm fortgeführt.


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