Für Menschen mit Behinderungen Meppen: EUTB bietet Beratung auf Augenhöhe

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In der neuen EUTB-Stelle in Meppen beraten ab sofort Sabine Lampe und Bernhardine Schiering (rechts). Foto: Hermann-Josef MammesIn der neuen EUTB-Stelle in Meppen beraten ab sofort Sabine Lampe und Bernhardine Schiering (rechts). Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Im Rahmen der Serie „Redaktion vor Ort“ hat mich der Sozialverband Emsland in Meppen eingeladen. Dabei stellten mir Sabine Lampe und Bernhardine Schiering das neue Angebot „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) vor.

Auch wenn die offizielle Eröffnung der drei neuen Beratungsstellen in Meppen sowie Lingen und Aschendorf erst im September stattfindet, sind die beiden Beraterinnen in Meppen bereits ab sofort im Einsatz. Wie sie mir erklären, berät EUTB kostenlos Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen sowie Angehörige und auch nur Interessierte in allen Lebenslagen. Dabei verspricht Lampe: „Wir nehmen uns Zeit.“ So könnten die Hilfesuchenden in die Beratungsstele des Sozialverbandes an der Lingener Straße kommen. „Wir machen aber auch Hausbesuche“, ergänzt Schiering.

Angebot für jeden

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördere dieses „niederschwellige Angebot“ finanziell. Der SoVD stellte im Verbund mit dem St. Vitus-Werk in Meppen, dem St. Lukas-Heim in Papenburg und dem Christophorus-Werk in Lingen 2017 erfolgreich den Förderantrag beim Bund für die drei EUTB-Standorte im Emsland. Bernhard Sackarendt, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Emsland des Sozialverband Deutschland (SoVD), ist wichtig: „Jeder kann das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen. Man muss nicht Mitglied im SoVD sein.“

Großes Netzwerk

Ziel sei es, die Selbstbestimmung zu stärken. Dabei gebe es keine unwichtigen Fragen. Bernhardine Schiering ergänzt: „Die Menschen können auch zu uns kommen, wenn sie keine großen Probleme haben.“ Auch für allgemeine Lebensfragen seien sie Ansprechpartner. Beide waren jahrelang in der Behinderten- und Integrationsarbeit beruflich tätig. Zugleich könnten sie auf ein großes Netzwerk zurückgreifen. Dieses reiche von Sozialen Diensten bis zu Selbsthilfegruppen. Dabei berate die EUTB „unabhängig“ von Leistungsträgern oder Anbietern. Schon gar nicht seien die Frauen „weisungsgebunden“.

Weites Aufgabenfeld

Auf meine Frage nach möglichen Themen der Beratung, führten sie ein weites Feld an: Wohnen, Arbeit, Pflegeleistungen, Zukunftsplanung, persönliches Budget etc.. Grundsätzlich sei man für alle Fragen offen.

Ziel sei es, Barrieren abzubauen und Beratung auf Augenhöhe zu ermöglichen. Wichtig ist den beiden Frauen, dass der Ratsuchende „weiterhin der Kapitän ist, der die Richtung selber bestimmt“. Sie sähen sich eher als Lotse oder Wegweiser. In teile mit ihnen die Hoffnung, dass möglichste viele Betroffene, die Chance ergreifen. Oftmals gibt es durchaus Hilfen und Kostenerstattungen, die aber auch aus Unwissenheit oder Charme nicht in Anspruch genommen werden.


Redaktion vor Ort

Der Redaktionsleiter der Meppener Tagespost, Hermann-Josef Mammes will den Kontakt zu den Lesern und Usern weiter intensivieren. Seit Ende Juni 2018 tourt er durch das mittlere Emsland und kommt auf Wunsch direkt zu den Lesern.

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