Party mit einmaliger Note 13. Schwefingen Open-Air überzeugt

Von Heiner Harnack

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Meppen. Normalerweise steht die Zahl 13 eher für Ungemach und schlechte Stimmung. Nicht so beim diesjährigen Open Air der Sportfreunde Schwefingen. Waren die letzten Jahre schon von Erfolg gekrönt, dürfte die Sommerparty 2018 als die 13. Veranstaltung der Reihe einen weiteren Meilenstein im Kalender der emsländischen Open-Air-Partys gesetzt haben.

Sportfreunde-Chef Hans Vieting freute sich sehr, als er schon gegen 21 Uhr sah, dass das Konzept seiner Mannschaft einmal mehr aufgegangen war. Die Gäste hatten mitbekommen, dass bereits kurz nach 20 Uhr die ersten Melodien aus den Boxen klangen. „Gaucho Gerd & the Steigbügelz“ ließen es gleich richtig abgehen und versorgten das Publikum mit rockiger Countrymusik.

Manch Amerikakenner dürfte im Traum irgendwo in Kalifornien den Highway One mit seinem alten Cadillac auf und ab gefahren sein. Viel besser kann man diese Art der Musik kaum herüber bringen. Der eine und andere Song hätte auch als Begleitmusik manch großer amerikanischer Western laufen können. Da merkte man, dass der Name der Band eben keine Verballhornung ist, sondern die Musiker den Traum haben dürften, auch einmal in Nashville/Tennessee vor die Mikrofone zu treten.

Es dauerte auch nicht lange, da stürmten die ersten Gäste die Tanzfläche und rockten zu den guten, alten Countrysongs ab. Erstaunlicherweise vor allen Dingen eher junges Publikum, von dem die Kritiker behaupten, es könne mit der Musik von Johnny Cash und anderen Country-Protagonisten nichts anfangen.

Kaum hatten die Musiker die Bühne verlassen, die Umbaupause war kaum zu merken, machte sich Piano Pete Budden mit seinen „Dirty Fingers“ ans Werk und heizte gleich mit „Doctor, Doctor“ so richtig ein. Wer bei den Temperaturen noch nicht das richtige Feeling entwickelt hatte, der wurde von der Truppe gleich mitgenommen und die Tanzfläche war schon weit vor Mitternacht gut gefüllt. Budden ist seit unzähligen Jahren eine der festen Größen emsländischer Pop- und Rockmusik und bewies einmal mehr, dass er sein Publikum dabei auch fest im Griff hat. Kurze Ansprache ans Volk und der Laden brummte in Schwefingen.

Die „Dirty Fingers“ sind einfach ein Selbstläufer bei jeder Veranstaltung und vermochten es, im Laufe ihres Auftritts, und das bei immer noch Temperaturen um die 30 Grad Celsius, die eine oder andere Schüppe sauberst gespielter Rockmusik draufzulegen. Selbstredend, dass Piano Pete sich auch in Schwefingen als Hexenmeister der Klaviatur erwies. Den Sportfreunden war es auch zum verflixten 13. Mal gelungen, eine Veranstaltung aus dem Boden zu stampfen, die in der Region ihresgleichen suchen dürfte.


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