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31.07.2018, 16:24 Uhr KOMMENTAR

Sudanesen nutzen Chance – Praktizierte Nächstenliebe in Meppen

Kommentar von Hermann-Josef Mammes

Die drei Sudanesen haben in Meppen ein neues Zuhause gefunden. Foto: Hermann-Josef MammesDie drei Sudanesen haben in Meppen ein neues Zuhause gefunden. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Omar Ahmad Kuri, Mohamed Al. Bekhit und Haytham Babiker leben seit drei Jahren in Meppen, ihre Gedanken kreisen aber immer wieder um ihre Familien, die sie im Sudan zurückließen.

Im persönlichen Gespräch mit den drei jungen Männern kann man nur erahnen, wie sehr sie um das Wohl ihrer Frauen, Eltern, Brüder und Schwestern besorgt sind. Einige der Angehörigen wurden sogar erst verhaftet, nachdem sie selbst vor den Bürgerkriegswirren geflüchtet waren. Die quälende Frage, ob ihre Flucht im schlimmsten Fall sogar die Ursache für das Leid der Geliebten in der Heimat ist, nagt besonders an ihnen.

Eigene Existenz

Trotzdem resignieren sie nicht. Sie sind bereit, sich in Deutschland eine eigene Existenz aufzubauen. Auch dank der Hilfe der Rühler Freunde erhielten sie in Meppen eine zweite Chance, die sie genutzt haben. Die Emsländer können deren Familien zwar nicht ersetzen, aber sie geben den jungen Männern das Gefühl und die Sicherheit, dass sie hier willkommen sind. Das ist praktizierte Nächstenliebe.


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