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27.07.2018, 12:05 Uhr KOMMENTAR

Zurückgelassen im Auto: Minuten können den Tod bedeuten

Kommentar von Carola Alge

Auch Tiere sollten bei Hitze nicht zu Einkaufsfahrten mit dem Auto mitgenommen werden. Und wenn, dann zu Geschäften, in die sie mit hinein genommen werden dürfen. Foto: Carola AlgeAuch Tiere sollten bei Hitze nicht zu Einkaufsfahrten mit dem Auto mitgenommen werden. Und wenn, dann zu Geschäften, in die sie mit hinein genommen werden dürfen. Foto: Carola Alge

Meppen. Es vergeht kein Tag, an dem in den Medien nicht über Hitzeopfer berichtet wird. Hitzeopfer in Autos, in denen sie zurückgelassen wurden und darin qualvoll starben. Opfer, obwohl die Medien nicht müde werden, über die Todesgefahr solch gedankenlosen Handelns zu berichten. Ein Kommentar.

Viele unterschätzen trotz permanenter Aufklärung, wie rasend schnell ein überhitztes Fahrzeug für Mensch und Tier zur Todesfalle wird. „Es sind ja nur ein paar Minuten, da passiert schon nichts“, scheinen viele zu denken. Falsch! Während sie „schnell mal“ etwas erledigen, heizt sich das Auto innerhalb kürzester Zeit unerträglich auf – auch im Schatten. An einem warmen Sommertag können im Wageninneren Temperaturen von bis zu 70 Grad entstehen!

Deshalb gilt: Im Sommer notwendige Besorgungen so erledigen, dass insbesondere Kinder und Tiere entweder gar nicht erst mitgenommen werden oder dass sie in die jeweiligen Läden mit dürfen. Wer Zwei- oder Vierbeiner in einem überhitzten Auto entdeckt und den Fahrer bzw. die Fahrerin nicht unmittelbar ausmachen kann, sollte umgehend die Polizei informieren. Ist erkennbar, dass sich Mensch oder Tier in Lebensgefahr befindet, darf die Scheibe des Fahrzeugs von jedermann eingeschlagen werden. Es gilt als Nothilfe. Die kann im Zweifelsfall Leben retten. Und vielleicht wachrütteln.


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