Kreishaus Nummer drei kommt 2019 Neubau des Kreiswehrersatzamtes in Meppen soll Platzmangel beheben

Von Malte Goltsche

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Meppen. Bereits zu Beginn des Jahres hat der Landkreis Emsland das Gebäude an der Poststraße im Zentrum der Stadt gekauft. Nun wurden die konkreten Pläne für den Neubau am Standort des alten Kreiswehrersatzamtes veröffentlicht. Das Projekt steht in den Startlöchern.

Bei einem Pressetermin erläuterte Dirk Kopmeyer, Kreisbaurat beim Landkreis Emsland, noch einmal die Beweggründe für den Kauf des alten Kreiswehrersatzamtes: „Wir haben einfach erheblichen Raumbedarf hier im Kreishaus. Teilweise arbeiten drei Mitarbeiter zusammen in einem Büro. Durch die neuen Kapazitäten wird das alles entzerrt.“

Altbau wird saniert, Neubau abgerissen

Aktuell laufen bereits die Sanierungsarbeiten des Altbaus neben dem Haupthaus des alten Kreiswehrersatzamtes. Der Altbau aus dem 19. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz, darf also nicht abgerissen werden. Er wird nun also saniert, damit in Zukunft dort der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises untergebracht werden kann. Der Neubau aus den 1970er Jahren wird dagegen komplett abgerissen und durch ein modernes Gebäude ersetzt. In dem neuen Gebäude sollen dann das Archiv, die Kreisbildstelle, der Fachbereich für Besondere Leistungen und die Emsland Tourismus GmbH Platz finden. Mehr als 70 Mitarbeiter haben ihre Büros dann im neuen Kreishaus Nummer drei. Vor allem für das Archiv ist der Neubau ein Segen. „Wir bekommen im Keller des Neubaus ein zukunftsfähiges Archiv. Mit dem aktuellen Stand füllt das Archiv nur ein Drittel des bald zur Verfügung stehenden Platzes“, sagte Heinz Lammers vom Gebäudemanagement des Landkreises.

Neubau soll ins Stadtbild passen

Wichtig ist Kopmeyer und seinem Kollegen Lammers das Erscheinungsbild des Neubaus. „Wir wollen ein Objekt schaffen, das gut ins Stadtbild passt“, erklärte Kopmeyer. Deshalb haben die beiden ein leicht zugespitztes, dreigeschossiges Gebäude entworfen, das dem Schnitt des Grundstücks entspricht. Dazu wird das neue Gebäude 9,50 Meter von dem Altbau entfernt und nicht wie aktuell direkt aneinander stehen. Die beiden Häuser sollen dann durch einen Durchgang miteinander verbunden werden.

Auch das Umfeld der Gebäude wird neu gestaltet. „Im Grundstück ist im Moment noch ein starker Höhenunterschied, den wir ausgleichen wollen. Außerdem wird die Parkplatzsituation in Zusammenarbeit mit der Stadt Meppen noch verändert und möglicherweise noch Verweilmöglichkeiten eingerichtet“, sagte Heinz Lammers. Am Ende der Umbaumaßnahmen sollen etwas mehr als 50 Parkplätze bereitstehen, einige davon öffentlich.

Bauzeit 15 bis 18 Monate

Kalkuliert ist das Projekt aktuell mit Kosten von 5,2 Millionen Euro. Ob die Zahlen noch realistisch sind, könne man im Spätherbst einschätzen, sagte Lammers. Man sei aber guter Dinge, den Plan einzuhalten, ergänzte Kopmeyer. Die Abrissarbeiten sollen Mitte bis Ende August beginnen, der Neubau soll noch in diesem Jahr beginnen. Als Bauzeit sind aktuell 15 bis 18 Monate veranschlagt, sodass das neue Kreishaus Nummer drei womöglich noch im Jahr 2019 bezogen werden kann.

Durch den Erwerb und die Sanierung des Altbaus sowie dem Neubau bekommt der Landkreis rund 1100 m² dringend benötigte Bürofläche. Einige der Abteilungen wie beispielsweise das Archiv sind bis 2019 noch in diversen anderen Räumlichkeiten untergebracht. Die Mietverträge laufen aber pünktlich aus, sodass keine unnötigen Mehrkosten entstehen, bestätigten Kopmeyer und Lammers.


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