Amtsgericht vertagt Strafverfahren Diebesgut in Meppen gemacht oder nur gefunden?

Von Gerd Albers

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Das Amtsgericht hat das Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahl vorerst vertagt, um weitere Zeugen zu befragen. Symbolfoto: Daniel Maurer/dpaDas Amtsgericht hat das Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahl vorerst vertagt, um weitere Zeugen zu befragen. Symbolfoto: Daniel Maurer/dpa

Meppen. Das Amtsgericht Meppen hat ein Strafverfahren gegen zwei Männer aus Haselünne wegen besonders schweren Diebstahl vorerst vertagt, um weitere Zeugen zu befragen.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hatte zwei Männer aus Haselünne angeklagt, im Januar 2018 einen versuchten Einbruchdiebstahl und zwei vollendete schwere Fälle des Diebstahls, begangen zu haben. Demnach brachen sie im Stadtkern der Stadt einen Wohn- und einen Baucontainer auf. Dabei entwendeten die Diebe eine Heckenschere, einen Hammer, mehrere Sicherheitsschlösser mit Schlüssel, eine Rohrzange und mehrere Paar Arbeitshandschuhe. Nach diesen Einbrüchen versuchten sie, die Holztür eines Hotels aufzuhebeln, was ihnen jedoch nicht gelang und die Tat im Versuch stecken blieb. Bei dieser Tat wurden sie von einem aufmerksamen Bürger beobachtet, der die Polizei verständigte, die die beiden mutmaßlichen Täter festnahm.

Gegenstände auf Straße gefunden

In ihrer Einlassung erklärten die beiden Angeklagten übereinstimmend, dass sie den Abend in einer Spielothek verbracht hatten, und als diese geschlossen wurde, sie sich auf dem Heimweg gemacht hätten. Bei ihrem Gang durch die Innenstadt hätten sie die Gegenstände, die die Polizei bei ihnen sichergestellte, auf der Straße gefunden und an sich genommen. Sie hätten sie behalten wollen. Bei ihrer Festnahme seien sie ihnen abgenommen worden.

Spurenlage

Die als Zeugen geladen Polizeibeamten erklärten dem Gericht, dass sie die beiden Angeklagten in Tatortnähe mit dem Diebesgut festgenommen hatten. Beide hätten die Tat bestritten. Der Tatort sei von der Tatortgruppe gesichert worden. Diese könne auch Auskunft über die genaue Spurenlage geben.

Der ebenfalls als Zeuge vorgeladene Vertreter der geschädigten Firma sagte aus, dass er kurz vor Arbeitsbeginn den Aufbruch der Container bemerkt und die Polizei verständigt habe. Die beiden Container, so der Zeuge weiter, seien durchwühlt und die Einrichtungsgegenstände sowie die vorhandenen Behältnisse durchsucht worden. Die Polizei habe ihm später die bei den Tätern sichergestellten Gegenstände vorgelegt. Mit Sicherheit erkenne er die Heckenschere wieder; diese habe er selbst gekauft. Es handele sich um ein No-Name-Produkt, das die Firma sonst nicht einkaufe. Alle andere Gegenstände würden in der Firma zwar verwendet, ob es sich dabei aber auch um das Eigentum der Firma handele, könne er nicht sagen, da sie frei im Handel kaufbar seien.

Aus Termingründen fehlte der Zeuge, der den versuchten Einbruch beobachtete und die Polizei verständigte. Außerdem erschien es dem Gericht noch wichtig, die Polizeibeamtin der Tatortgruppe vor zu laden. Ebenfalls soll der Zeuge geladen werden, der die beiden Angeklagten am Tatabend in die Stadt fuhr. Deshalb wurde der Termin verschoben. Er wird in der nächsten Woche fortgesetzt.


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