Freiräume für Events schaffen FDP/BfM: Stadt Meppen zu oft Verbotsbehörde

Von Hermann-Josef Mammes


Meppen. Die dreiköpfige FDP/BfM-Stadtratsfraktion will mit zwei Vorschlägen, die Attraktivität der Stadt Meppen erhöhen. Zum einen soll die Stadt Musikveranstaltern „mehr Freiräume“ anbieten. Zum Zweiten fordern die Politiker, die Schützenstraße zu verlegen.

In einem Redaktionsgespräch sagte FDP-Ratsherr Rainer Levelink: „Uns fehlt oft der Willen der Stadtverwaltung, auf die Veranstalter zuzugehen.“ So habe die Verwaltung nicht nur ein zweites GOA-Festival im Funpark unterbunden, sondern auch eine weitere After-Work-Party im Restaurant „Täglich“. Nach Ansicht der Fraktion entscheide die Verwaltung „im Zweifel gegen die Interessen der Jugend“ und gebe damit neuen Ideen keinen Raum. Dies sei der Außenwirkung der Stadt abträglich.

Events am JAM

BfM-Ratsfrau Jutta Oestreicher kann sich „kleine Events“ stadtnah vorstellen. Dabei dürften kreative Vorschläge nicht an bürokratschen Vorgaben scheitern. Als Veranstaltungsgelände böte sich die Freifläche zwischen JAM, Freibad und Campingplatz an. Die FDP/BfM-Fraktion wird noch deutlicher: „Die Stadt Meppen sollte die Gelegenheit nutzen und ein Angebot schaffen, statt stets nur als Verbotsbehörde wahrgenommen zu werden.“

Potenzial verpufft

Der zweite Antrag der Stadtratsfraktion befasst sich mit der Streckenführung der Schützenstraße. Hier soll im Zuge des Stadtumbaugebietes „Rechts der Ems“ ein großes stadtnahes Wohnquartier am Wasser entstehen. Für FDP-Ratsherr Tobias Kemper durchschneidet die Schützenstraße das Quartier: „Das Potenzial des Stadtumbaus kann nicht ausgeschöpft werden.“ Auf der anderen Seite würden ebenfalls unattraktive Wohnflächen an der Eisenbahnstrecke entstehen.

Straße verlegen

Zwar spricht sich Rainer Levelink im Grundsatz dafür aus, die Schützenstraße als Einfahrtstraße in die Stadt zu erhalten. Allerdings sollte dies direkt an die Bahnstrecke verlegt werden. Damit würde die Trasse lediglich 120 Meter länger. Auf der anderen Seite könnte das gesamte Quartier wesentlich komfortabler überplant werden. Viel mehr Bewohner kämen in den Genuss des „Wohnens am Wasser“ und das Ganze auch noch verkehrsberuhigt.


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