Markt und MEP stärker verbinden Meppener FDP/BfM-Fraktion will neue Brücke bauen

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Meppen. Mit einem alten Vorschlag will die Meppener FDP/BfM-Stadtratsfraktion die Innenstadt neu beleben und zugleich die Distanz zwischen Meppener Einkaufspassage (MEP) und Markt überwinden. Die drei Politiker favorisieren eine zusätzliche Fußgängerbrücke direkt neben der Hasehubbrücke.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion erinnert Rainer Levelink daran, dass es eine solche Lösung als „Behelfbrücke“ bereits gab. Diese war ab Oktober 2006 mit dem Abriss der alten Hasehubbrücke für rund ein Jahr in Betrieb und überbrückte die Hase (Dortmund-Ems-Kanal) vom Parkplatz der Meppener Tagespost bis zum Wall in Höhe des Amtsgerichts. Rainer Levelink und seine Fraktionskollegen Tobias Kemper (FDP) und Jutta Oestreicher können sich „eine einfache Brücke für Fußgänger“ vorstellen. Diese sollte, wie damals die Behelfsbrücke, eine Durchfahrt der Schiffe auch bei Hochwasser ermöglichen.

Weniger Wartezeiten

Damit müssten die Fußgänger keine Wartezeiten mehr in Kauf nehmen. „Die gefühlt lange Wartezeit an einer gehobenen Brücke macht die Distanz zwischen MEP und Markt noch größer“, sagt Lebelink. Denkbar sei auch, dass mit der Fußgängerbrücke der jetzige Fußweg der Hasehubbrücke für Radfahrer geöffnet wird. Schon jetzt benutzen viele Radfahrer diesen Fußweg, weil sie sich auf dem engen, rot markierten Radweg auf der Brücke unsicher fühlen. Im besten Fall würde dieser Weg auf der südlichen Seite entfallen. Damit könnte der gegenüberliegende Radweg der Brücke in Richtung „Volksbank“ verbreitert werden.

Überweg nicht attraktiv

Ein weiteres Hindernis zwischen MEP und Markt sehen FDP und BfM zudem im Fußgängerüberweg an der Obergerichtsstraße. „Der Überweg muss endlich attraktiver werden“, sagt Kemper. Eine Möglichkeit wäre eine Verkehrsberuhigung und Verbeiterung des Übergangs in Richtung Windthorstplatz.

Gastronomie am Wasser

Aber auch baulich könnte die Gesamtsituation in diesem Bereich verbessert werden. So habe sich das Restaurant „Täglich“ zu einem Besuchermagneten entwickelt. Ähnliches sei auf der anderen Straßenseite bei der Sparkasse möglich. Die FDP/BfM-Stadtratsfraktion kann sich hier eine „Eventgastronomie“ am Wasser vorstellen.

Leerstände vermeiden

Die drei Stadtratspolitiker gingen im Redaktionsgespräch auf das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für Meppen ein. „Wir müssen die Leerstände abbauen oder vermeiden“, sagt Jutta Oestreicher. Eine Option sei es, in den „B- und C-Lagen auch Wohnmöglichkeiten zu schaffen und zuzulassen“. Zudem platze die Stadtverwaltung aus allen Nähten. Eine Aufstockung des Stadthauses wäre enorm teuer. „Die Stadtverwaltung könnte in Nähe ihres Hauptsitzes Flächen anmieten oder kaufen“, ergänzt Kemper. Dies würde zum einen mögliche Leerstände vermeiden und zum zweiten könnten Steuergelder für andere Maßnahmen sinnvoll verwendet werden.


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