Verbesserungen wären möglich Meppener Straßenkreuzung für Radfahrer problematisch

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Meppen. Ich hatte das Vergnügen, im Rahmen meiner Serie „Redaktion vor Ort“ den passionierten Meppener Radfahrer Matthias Wrobel kennenzulernen. Der Rentner ist fast tagtäglich mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei ist seine Liste an Kritikpunkten lang.

„Mein Anliegen sind die Radwege in Meppen, speziell die unmögliche Verkehrsführung für Radfahrer auf der neuen Schleusenbrücke in Meppen“, sagt er bei einem Gespräch, an dem auch sein Bekannter Josef Eppe teilnimmt. Dabei verfügt der 63-jährige Wrobel über große Detailkenntnisse. Dies verwundert aber auch nicht. Wie er mir berichtet, hat er allein in diesem Jahr bereits 10.000 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Dabei besitzt er zwar ein sehr gutes Rennrad,

aber „kein E-Bike“.

Situation unbefriedigend

Doch zurück zu seinem Hauptanliegen: Es geht um die wirklich unbefriedigende Situation für Radfahrer an der großen Kreuzung „B 70/Nödiker Straße/Teglinger Straße“. Wrobel selbst wohnt in Nödike und schildert die Situation für Radfahrer, die von Nödike aus die Umgehungsstraße queren wollen, um weiter über die neue Schleuse in Richtung Feldkamp zu fahren, so: „Aus Richtung Nödike kommend wird man durch die Beschilderung gezwungen, für das kurze Stück (210 Meter) von der B 70 bis zum Premium-Radweg am Dortmund-Ems-Kanal auf die linke Seite zu wechseln und anschließend erneut die Straße zu überqueren.“

Abbiegen schwierig

Dies sei mit einem mehrminütigen Zeitaufwand verbunden. Zudem gebe es „bauliche Fehler“. So sei es sehr schwierig, vom Radweg an der B 70 kommend nach rechts auf den linksseitigen Radweg an der Teglinger Straße abzubiegen. Tatsächlich ist hier der Bordstein nur sehr knapp abgesenkt. Dies erschwert das Rechtsabbiegen und macht es gerade für Radfahrer mit Fahrradanhängern fast unmöglich.

Schmaler Fußweg

„Ich habe schon oft beobachtet, dass die meisten Fahrradfahrer dort entweder die Straße benutzen oder den schmalen Fußweg auf der rechten Straßenseite.“ Tatsächlich habe ich mich nach dem Gespräch später ebenfalls für zehn Minuten an die Kreuzung gestellt und kann dieses „Fehlverhalten“ nur bestätigen. Wrobel hat sogar einen Vorschlag, wie sich das Problem lösen lässt: „Meiner Meinung nach sollte man die Radwegbenutzungspflicht auf dieser kurzen Strecke aufheben und den Radfahrern gestatten, in diesem Bereich die Straße zu benutzen.“ Auch er selbst fahre hier immer auf der Straße. Eine neue Beschilderung könnte das Problem schnell lösen.

Bislang nichts geändert

Foto: NOZ MEDIEN

Er selbst habe sein Anliegen in der Bürgersprechstunde auch schon vor Monaten Bürgermeister Helmut Knurbein vorgeschlagen. Bislang habe sich jedoch nichts geändert. Damit solche baulichen Fehler zukünftig gar nicht mehr stattfinden, fordert Wrobel einen „Radfahrerbeauftragten“ für Meppen. Dieser könnte sich bei Straßenprojekten schon in der Planungsphase für die Belange der Radler einsetzen. Dabei könnte der sich wiederum Ratschläge von Matthias Wrobel einholen. Der Meppener kennt nämlich noch weitere Straßenzüge in Meppen, an denen die Beschilderung für Radfahrer problematisch oder sogar irreführend ist.


Redaktion vor Ort

Der Redaktionsleiter der Meppener Tagespost, Hermann-Josef Mammes will den Kontakt zu den Lesern und Usern weiter intensivieren. Seit Ende Juni 2018 tourt er durch das mittlere Emsland und kommt auf Wunsch direkt zu den Lesern.

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