Meppenerin verfolgt ihr Ziel Rikscha als neue Attraktion für Meppen

Eine solche Rikscha könnte auch die Attraktivität von Meppen steigern. Foto: WeberEine solche Rikscha könnte auch die Attraktivität von Meppen steigern. Foto: Weber

Meppen. Gudrun Weber ist eine engagierte Meppenerin. Im Rahmen der MT-Serie „Redaktion vor Ort“ stellte sie mir ihre neueste Idee vor: Ein Rikscha-Angebot in Meppen. Leider stieß sie mit ihrer Idee bislang auf wenig Gegenliebe. Trotzdem verfolgt sie ihr Ansinnen weiter.

Rikschas sind kleine zweirädrige Gefährte, die von einem Menschen mithilfe eines Fahrrades oder Motors gezogen werden. Gudrun Weber kam die Idee, weil ihre Tochter einen Ausflug mit mehreren älteren Menschen unternehmen wollte. „Einige konnten jedoch nicht mehr selbst fahren“, so Weber. Da ist Ost- und Südostasien Rikschas zuweilen das Straßenbild prägen, dachte die Meppenerin, so ein Gefährt müsste es auch im Emsland geben. „Ich habe überall nachgefragt, aber ohne Erfolg.“

Suche nach Verbündeten

Sie versuchte darauf hin, Verbündete für ihre Idee zu finden. Da sie in der Politik eher auf taube Ohren stieß, wandte sie sich an die Kirche. Gerade der Arbeitskreis Inklusion in Meppen könne sich dies gut vorstellen. Bei ihren Recherchen entdeckte die Meppenerin, dass Rikschas anderorts in Deutschland zum Beispiel als „Fahrradtaxi“in Frankfurt durchaus zum Einsatz kommen. Selbst in Mettingen (Nordrhein-Westfalen) betreibt der dortige Heimatverein zwei Rikschas. Weber fuhr mit ihrem Ehemann nach Mettingen. „Die Rikschas kommen hier mehrmals im Jahr zum Einsatz.“ - meistens zu feierlichen Anlassen wie Schützenfesten oder Hochzeiten. Allerdings bedarf es schon enormen Muskelkraft.

Elektrische Variante

Gudrun Weber favorisiert deshalb für Meppen eine elektrische Variante. Die Kosten würden sich auf 5.000 bis 8.000 Euro summieren. Dabei könnte sie sich als Standorte oder Betreiber die Radstation des Vitus-Werkes am Bahnhof ebenso vorstellen wie die Geschäftsstelle der Tourist Information Meppen in der Fußgängerzone. Das umweltfreundliche Gefährt könnte gerade ältere und gehbehinderte Menschen zudem Zugang zu Plätzen schaffen, die sie mit normalen Taxis nicht erreichen können. Auch für Touristen könnte man die Miet-Rikscha ins Angebot aufnehmen. „Dazu ein schöner Picknick-Korb und fertig ist ein neues lukratives Angebot“, sagt Weber. Auch als Präsent für Angehörige unter dem Otto „Ich schenk dir meine Zeit“, eigne sich eine Rikscha-Fahrt. Selbst Dreiräder für Erwachsene, wie sie selbst eins besitzt, könnten vielen Menschen die Mobilität zurückbringen. Auch diese könnte man über einen Fahrradverleih anbieten. Zum Schluss des Gespräches versprach mir Gudrun Weber: „Ich blieb auf jeden Fall dran.“


Redaktion vor Ort

Der Redaktionsleiter der Meppener Tagespost, Hermann-Josef Mammes will den Kontakt zu den Lesern und Usern weiter intensivieren. Seit Ende Juni 2018 tourt er durch das mittlere Emsland und kommt auf Wunsch direkt zu den Lesern.

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