Zentrum für die Diözese Meppen: Schönstatt ein Ort der Ruhe in wirren Zeiten

Ins Schönstatthaus in Meppen an der Esterfelder Stiege 59 laden Schwester Maria Annedorit Löbke und Vorstandsmitglied Josef Knapp ein. Foto: Hermann-Josef MammesIns Schönstatthaus in Meppen an der Esterfelder Stiege 59 laden Schwester Maria Annedorit Löbke und Vorstandsmitglied Josef Knapp ein. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Die MT-Serie „Redaktion vor Ort“ hat mich jetzt ins Schönstatthaus Meppen an der Esterfelder Steige 59 geführt. Ich hatte ein intensives Gespräch mit Schwester Maria Annedorit Löbke und Vorstandsmitglied Josef Knapp. Dabei sei gerade die Kapelle „in unser irren und wirren Zeit ein Ort der Ruhe“.

Weltweit gibt es etwa 200 Schönstatt-Zentren, deren Mittelpunkt wie in Meppen eine originalgetreue Nachbildung der Kapelle in Schönstatt ist. Schönstatt versteht sich als ein Angebot, das „nicht nur Katholiken anspricht, sondern sich der Ökumene öffnet“. Schwester M. Annedorit öffnet die Kapelle morgens bereits um 7 Uhr. „Die Kapelle steht am Tag zwölf Stunden für jedermann offen. Hier kann jeder seine Ruhe finden.“ Viele Menschen suchten die Kapelle gerade „in schlechten Zeiten“ auf. Am Altar steht ein großer brauner Tonkrug. Jeder Besucher kann hier seine Anliegen auf einem Zettel festhalten und sich „die Sorgen von der Seele schreiben“. „Die Zettel werden nicht gelesen“, sagt der frühere Diakon Knapp. Sie würden vielmehr einmal im Monat verbrannt.

Gläubige aus der Region

Das Schönstatthaus Meppen sei das Zentrum für die Diözese Osnabrück. Viele Gläubige fänden aus Meppen, Börger, Lingen und Lengerich den Weg in die Kreisstadt. Aber auch aus dem Landkreis Osnabrück, wie zum Beispiel aus Eggermühlen, fahren die Menschen ins Emsland. Überhaupt gebe es eine enge Verknüpfung des Vereins zum Bistum. Schwester M. Annedorit ist Angestellte des Bistums. Wie sie mir berichtet, unterstützt sie bei kirchlichen Diensten wie dem Austeilen der Kommunion die katholische Kirchengemeinde Maria zum Frieden. Selbst als Küsterin sei sie manchmal im Einsatz.

Bischof als Gast

„Bischof Bode hat unsere Kapelle schon mehrfach besucht“, sagt sie stolz. Josef Knapp ergänzt: „Wir sind im Bistum voll integriert.“ Schwester M. Annedorit ist es wichtig, dass sie zwar eine Ordenstracht trägt, aber keine Ordensfrau im herkömmlichen Sinne ist: „Ich habe kein Gelübde abgelegt.“ Die weltweit rund 3500 Schönstätter Marienschwestern besuchen das Säkularinstitut.

Schwester seit 40 Jahren

Schwester M. Annedorit geht ihrer Berufung inzwischen seit über 40 Jahren nach. Seit 2006 arbeitet sie in Meppen.

Vor 62 Jahren wurde in Meppen die Schönstatt-Kapelle nach dem Vorbild der Kapelle in Schönstatt errichtet. 1985 erfolgte als Anbau ein Gemeinschaftszentrum. Hier finden aber nicht nur Veranstaltungen der Schönstatt-Bewegung statt. Auch andere Organisationen und Verbände wie die Telefonseelsorge Emsland nutzen die Räumlichkeiten.


Das neue Programm

Das neue Meppen Schönstatt-Programm startet am 15. Juli um 14.30 Uhr mit einem Familiennachmittag. Dabei berichten Zeitzeugen über den Gründer der Bewegung, Pater Josef Kentenich. Er starb vor 50 Jahren. Am 19. April 1914 gründete er in der Kapelle in Schönstatt zusammen mit einigen der ihm anvertrauten Studenten eine Marianische Kongregation, aus der das heutige Schönstattwerk hervorging. Schönstatt, ist Ortsteil von Vallendar bei Koblenz. Deutschland ist Ursprungsort und Weltzentrum der internationalen Schönstatt-Bewegung. Selbständig gelebter Glaube, engagiertes Christsein im Alltag und apostolisches Zeugnis prägen bereits den Anfang Schönstatts und sind auch heute Antworten auf die Herausforderungen, in denen die Kirche steht.

Mit einem „Tag der Begegnung“ gedenkt Meppen am 26. August an den 50. Todestag von Kentenich. Das Programm startet um 13.30 Uhr. Um 14.15 Uhr referiert Schwester M. Tatjana Seeboth über das Thema „Mein Lebensweg - ein Segensweg“. Den Festgottesdienst (ab 16 Uhr) gestaltet Generalvikar Theo Paul.

Schwester M. Annedorit bietet in den darauffolgenden Monaten zahlreiche Frauenfrühstücke an. Sie finden am 18. und 19. September, 9. und 10. Oktober, 6. November, 1. Dezember und 4.und 5. Dezember jeweils von 9 bis 11.30 Uhr statt. Dabei sieht die gelernte Erzieherin Angebote wie „Wesentlich werden“, „Wenn plötzlich alles anders ist“, „Dankbar lebt es sich glücklicher“ oder „Wissen, wo der Himmel ist“, als praktische Lebenshilfen zu christlichen Themen. Zudem findet jeden Freitag um 9 Uhr eine Heilige Messe in der Meppener Kapelle statt.

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