Problem an der Römerstraße Meppener sorgen sich um Verkehrssicherheit


Meppen. Im Rahmen meiner Tour „Redaktion vor Ort“ habe ich jetzt in Bokeloh haltgemacht. Christian und Alfons Dycker machen sich große Sorgen um die Verkehrssicherheit auf der Römerstraße in dem Meppener Ortsteil.

Dabei merkte ich schnell, dass sich Vater und Sohn sehr intensiv mit der Situation direkt vor ihrer Haustür beschäftigt haben. Sie wohnen an der Römerstraße 2 bzw. 4. Bei der Durchfahrtsstraße handelt es sich um die Kreisstraße 224. Hier sind am Tag rund 2000 Kraftfahrzeuge unterwegs. Sie wird zudem tagtäglich von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt. „Sie müssen die Straße auf dem Weg zur Grundschule und zum Kindergarten überqueren“, sagte Christian Dycker. Auch die jungen Sportler, die u.a. zum Trainingsgelände des SV Bokeloh fahren, sind her unterwegs.

Radfahrer werden übersehen

Tatsächlich gibt es auch eine Druckampel für Fußgänger. Sie steht direkt an der Einmündung „Am Alten Bahnhof“. In der Straße befindet sich die Grundschule, die von den Kindern aus Bokeloh aber auch aus Apeldorn, Helte und Teglingen besucht wird. „Ich habe schon mehrfach an der Ampel gefährliche Situationen beobachtet, weil nicht alle Autofahrer sich an die Signale halten“, sagt Alfons Dycker. Auch Radfahrer übersähen nicht selten die Autofahrer. Zudem sei die Ampel für die Autofahrer, die aus Richtung Bundesstraße 402 (E 233) kommen, spät einsehbar. Zusätzlich erschwerten die dicken Eichenbäume den Sichtkontakt zwischen Autofahrern auf der einen sowie Radfahrer und Fußgängern auf der anderen Seite.

Alte Forderung

Schon mehrfach wies der Rentner in der Vergangenheit bei den Behörden auf die Missstände hin und forderte Korrekturen. Wie die aussehen könnten, erläuterte er mir im Gespräch. Seine wichtigste Forderung lautet. Tempo 30 für die Kraftfahrzeuge auf dem Abschnitt von der neuen Hasebrücke bis zur Einmündung „Vogelpohlstraße“. Die Sicherheit würde erhöht, und die Fahrzeit würde sich nur um 24 Sekunden verlängern. Bislang habe der Landkreis Emsland dies abgelehnt. Angeblich sei ein Tempolimit auf Kreisstraßen nicht durchzusetzen. Dycker verwies jedoch auf eine neue Bundesgesetzgebung aus dem Jahr 2016. Danach ist ein solches Tempolimit in unmittelbarer Nähe von Grundschulen an Kreisstraßen möglich. Zudem gebe es im Rheiderland (zum Beispiel Bingum) diverse 30-Zonen an Ortsdurchfahrten.

Radarmessung gewünscht

Weiter fordert der Bokeloher Bürger zusätzliche Radarmessungen der Polizei und des Landkreises ein. So fahren nach seiner Einschätzung viele Autofahrer dort „viel zu schnell“. Zudem könnte dauerhaft eine Signaleinrichtung der Stadt dort aufgestellt werden. Sie zeigt den motorisierten Verkehrsteilnehmern das Tempo an und mahnt bei Überschreitungen zur Tempodrosselung.

Einseitiger Radweg

Da die Römerstraße nur auf einer Seite einen Radweg besitzt, müssten viele Radler die Straßenseite mehrfach wechseln. Dycker ist überzeugt, dass ein zusätzlicher Radweg auf westlicher Seite, der als farblichen Markierungsstreifen auf der Straße angebracht werde könnte, die Verkehrssicherheit erhöhen würde. Als Abschnitt schlägt er den Bereich von der Vogelpohlstraße bis zum Stationsweg vor. Diese Straße werde gerade von vielen Radfahrer, wie älteren Schülern aber auch Touristen genutzt, die in Richtung Meppener Innenstadt unterwegs seien.


Redaktion vor Ort

Der Redaktionsleiter der Meppener Tagespost, Hermann-Josef Mammes will den Kontakt zu den Lesern und Usern weiter intensivieren. Seit Ende Juni 2018 tourt er durch das mittlere Emsland und kommt auf Wunsch direkt zu den Lesern.

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