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Großer Nager liebt das Stadtleben Mindestens ein Biber lebt in Meppen-Esterfeld neben einem Supermarkt

Schwimmender Emslandbiber. Foto: Erhard NergerSchwimmender Emslandbiber. Foto: Erhard Nerger

Meppen. Biber sind weniger anspruchsvoll, was ihren Lebensraum angeht, als man denkt. In Meppen-Esterfeld jedenfalls hat mindestens einer dieser Nager sein Quartier direkt neben einem Supermarkt aufgeschlagen.

Tagsüber ist er zwar kaum zu sehen, aber er hinterlässt sehr deutliche Spuren. Der Lebensraum des Esterfelder Bibers liegt an einem Entwässerungsgraben, der neben einem Supermarkt zunächst in ein Regenrückhaltebecken mit Pumpstation mündet. Jenseits eines Deiches verläuft die Ems, über die das Tier hierhergelangt sein dürfte.

Nachts steigt der Biber aus dem Entwässerungsgraben an Land und steuert eine Weichholzaue an, in der vor einiger Zeit einmal große Pappeln gefällt wurden. Deren Aufschlag, inzwischen rund zwei Meter hoch, nagt das Tier durch und legt die armdicken Stämme um – vermutlich, um deren Rinde zu fressen. Im Winter sind Biber vor allem auf karge Baumkost angewiesen, weil frische Kräuter naturgemäß nicht vorhanden sind. Einen Teil der Äste nimmt der Biber mit ins Wasser. Dazu nutzt er immer dieselben Stellen, sodass sogenannte Biberrutschen entstehen.

Der Meppener Biber ist nicht der Einzige, der sich in Deutschland in einer Stadt aufhält. In der Weltstadt München leben einige im Englischen Garten.


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