Nach deutschem Ausscheiden bei der WM So geht es mit den Public Viewings im Emsland weiter

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Gerade hatte das Rudelgucken im Emslandstadion in Lingen Fahrt aufgenommen, schon ist alles wieder vorbei. Veranstalter und Gastronom Steve Bormann ist enttäuscht. Foto: Matthias BeckerGerade hatte das Rudelgucken im Emslandstadion in Lingen Fahrt aufgenommen, schon ist alles wieder vorbei. Veranstalter und Gastronom Steve Bormann ist enttäuscht. Foto: Matthias Becker

Meppen. Das frühzeitige WM-Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft am Mittwoch hat die Nation tief erschüttert. Enttäuscht sind auch Organisatoren und Gastronomen aus dem Emsland, die Public Viewings veranstalten.

Gerade hatte das Rudelgucken im Emslandstadion in Lingen Fahrt aufgenommen, schon ist alles wieder vorbei. Veranstalter und Gastronom Steve Bormann ist enttäuscht: „Das tut weh. Wir haben viel investiert. Beim ersten Spiel gegen Mexiko fehlte die Stimmung wegen des Gegentores. Bei der zweiten Partie gegen Schweden spielte das Wetter nicht mit. Jetzt, beim gestrigen Spiel, stimmten die Rahmenbedingungen, es waren viele Leute da, aber dann scheidet Deutschland aus.“ Natürlich war dem Gastronom das Risiko bekannt, aber dass die Nationalmannschaft in der Vorrunde rausfliegt, davon war Bormann nicht ausgegangen. Der 35-Jährige kalkuliert nun mit einem Minusgeschäft im fünfstelligen Bereich. „Wir hatten großen Wert auf Qualität gelegt und das kostet nun mal.“ Ursprünglich war geplant, auch das Finalspiel zu übertragen. Das sei aber nun aus Kostengründen nicht sinnvoll. „Wir bauen im Emslandstadion jetzt alles ab“, so Bormann abschließend.

„Alles lokal organisiert“

Auch in Sögel ist die Stimmung getrübt. Sögel Marketing hatte hier das Public Viewing auf dem Marktplatz gemeinsam mit zahlreichen lokalen Unternehmen organisiert. „Wir hatten bei allen Spielen unerwartet hohe Besucherzahlen“, sagt Marco Kohnen, Geschäftsführer von Sögel Marketing. „Alleine am Mittwoch waren mehr als 1200 Menschen da. Das hat alle Erwartungen übertroffen.“ Aus finanzieller Sicht trifft das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballer hier keinen hart. „Wir hatten alles lokal organisiert. Da blieben die Kosten gering“, erklärt Kohnen. Deshalb soll auch das Finale am 15. Juli auf dem Marktplatz übertragen werden.

Kein Drama in Papenburg

Bei Papenburg Marketing bedauern die Verantwortlichen ebenfalls das Ausscheiden der Nationalelf. „Das ist sehr unglücklich für Papenburg und seine Bürger“, sagt Roland Averdung von Papenburg Marketing. „Wir hatten zuletzt 500 bis 600 Fußballfans in der Kesselschmiede und die Stimmung war wirklich gut. Das reißt jetzt ein Loch in das Freizeitangebot.“

Weiterlesen: Wie geht es mit dem Public Viewing in Osnabrück weiter?

Geldtechnisch sei dies kein Drama. Alle Beteiligten seien sich des finanziellen Risikos bewusst gewesen. Am härtesten treffe es die Gastronomie, der nun Einnahmen fehlen würden. Da man sich von Beginn an darauf verständigt hatte, nur Spiele der deutschen Mannschaft zu zeigen, wird es auch kein Public Viewing zum Finale geben.

In Meppen geht‘s weiter

In Meppen bleiben die Veranstalter konsequent und zeigen weiterhin alle Spiele der Fußballweltmeisterschaft auf der Schülerwiese. „Das Public Viewing auf der Schülerwiese war bislang ein Riesenerfolg. Die Deutschland-Spiele verfolgten knapp 10.000 Fans und auch, wenn dem ein oder anderen die große Euphorie durch das Aus unserer Nationalmannschaft vergangen sein mag, lade ich dazu ein, sich dieses Stadionfeeling im Grünen nicht entgehen zu lassen“, teilt Bürgermeister Helmut Knurbein mit. Der Eintritt zum Public Viewing ist frei. Die Spiele können weiterhin von den rund 1.000 Sitzplätzen in der Berentzen-Fan-Arena, von den Stehtischen oder den Bewirtungsständen verfolgt werden. Zudem erwartet die Besucher im Halbfinale und Finale noch ein besonderes Rahmenprogramm.


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